Invisible Ink

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 22.05.2018
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Partyspiel Invisible Ink - Foto von HUCH
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Agenten und Doppelagenten und dann noch unsichtbare Tinte, wenn das nicht einen Mix für ein aktionsgeladenes Spiel ergibt. Die wichtigste Frage bei Invisible Ink von Martin Nedergaard Andersen (HUCH!) lautet: „Wie kann man schriftliche Informationen entschlüsseln, die unsichtbar niedergelegt sind?“ Eine genaue Beobachtungsgabe sollten die Agenten auf jeden Fall mitbringen.

Wie läuft eine Partie Invisible Ink ab?

Zu Beginn des Spieles einigen sich die Spieler, ob sie ein einfacheres Spiel mit den blauen Codewort-Karten oder die anspruchsvollere Variante mit den schwarzen Karten bevorzugen. Die entsprechenden Karten werden gemischt, mit einer Abdeckkarte versehen und in der Tischmitte bereitgelegt. Sanduhr, Würfel und zehn Mikrofilme pro Spieler kommen gleich daneben. Für jeden Spieler gibt es eine Agentenbrille und natürlich – ganz wichtig – einen Agentenausweis. Jetzt braucht es nur noch den Stift für die Geheimtinte und Papier, das hoffentlich jeder Spion immer bei sich hat und schon kann es losgehen.

Invisible Ink - Geheimtinte für den besonderen Nervenkitzel

Der Startspieler hat als Doppelagent die Aufgabe, verschlüsselte Botschaften zu erstellen. Er hat eine Sanduhr lang (im vorliegenden Exemplar des Spieles sind das etwa 40 Sekunden) Zeit, den Begriff zu zeichnen. Während dieser Zeit haben die anderen Spieler die Möglichkeit, das Codewort zu erraten. Ist die Sanduhr durchgelaufen, wird der nächste Spieler zum Zeichner bzw. zum Doppelagenten. Nun, das wäre alles nicht so schwierig, gäbe es da nicht noch den berühmten Agentenwürfel. Auf sechs Seiten zeigt er drei verschiedene Symbole. Zeigt der Würfel einen Stift, bekommt der Doppelagent eine Agentenbrille und kann somit nicht sehen, was er zeichnet. Zeigt der Würfel eine Sprechblase, werden die Agenten mit Brille ausgestattet und können nicht sehen, was der Doppelagent zeichnet.  Zeigt der Würfel Brille und Sprechblase,  soll man eine Zeichnung erraten, wenn man gar nicht sehen kann, was gezeichnet wird. Zum Glück lässt die Brille die Agenten nicht erblinden, sondern sie sorgt nur dafür, dass die Zeichnung mit der unsichtbaren Tinte für die Agenten auch unsichtbar bleibt. Was dagegen sichtbar bleibt, ist die Bewegung des Zeichenstiftes. Der ratende Spieler mit Brille muss also versuchen, sich anhand der Bewegung des Stiftes eine Vorstellung von der Zeichnung zu machen.

Noch mehr Geheimaufgaben bei Invisible Ink

Im Spiel sind blaue und schwarze Codewortkarten. Auf den blauen Karten, die einfacher sind, gibt es grüne und blaue Codewörter. Das grüne Wort soll gezeichnet werden, raten dürfen die Spieler beide Wörter. Für das grüne Wort gibt es zwei Punkte bzw. Mikrofilme, für das blaue, das natürlich mit dem grünen in einem Zusammenhang steht, gibt es einen Punkt. Der Zusammenhang ist in den meisten Fällen inhaltlicher Natur, manchmal handelt es sich aber auch einfach nur um eine ähnliche Form (z. B. Toaster und Radio). Für die schwarzen Karten gibt es Codewörter in Grün und Schwarz. Das grüne Wort wird wieder gezeichnet und bei richtigem Erraten gibt es zwei Punkte. Das schwarze Wort ist tabu und darf nicht genannt werden. Wird es genannt, so gibt es sowohl für den, der es genannt hat, als auch für den Zeichner einen Minuspunkt. Ist die Sanduhr abgelaufen und nichts wurde richtig geraten, gibt es selbstverständlich auch keine Punkte. Da die Sache streng geheim ist, darf der Doppelagent natürlich nur zeichnen und nicht sprechen.

Das Spiel endet, sobald es keine Mikrofilme mehr im Vorrat gibt. Der Agent mit den meisten ergatterten Mikrofilmen gewinnt das Spiel.

Lohnt sich Invisible Ink?

Mit Invisible Ink haben wir ein Party- und Ratespiel vor uns, das den breiten Markt dieses Spielgenres auf jeden Fall durch einen neuen Aspekt bereichert. Sehen und doch nicht sehen, Agentenbrille und unsichtbare Tinte, blind zeichnen und Zeichnungen nur aufgrund der Stiftbewegung zu erraten, macht zumindest eine Zeit lang Spaß und sorgt immer wieder für eine lustige Atmosphäre. Ratekarten gibt es in großer Zahl (100 blaue und 100 schwarze, jeweils beidseitig bedruckt), so dass für langanhaltenden Spielspaß gesorgt ist.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spielerzahl: 
3-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
20-30
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
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