Zahlenraten

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.12.2006
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Zahlenraten von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Anfang der 80er-Jahre geisterte ein kleines Computerprogramm durch die Szene, das vorgab, Zahlen erraten zu können. Zuerst legte man einen Zahlenbereich fest (der konnte natürlich beim Computer beliebig groß sein) und dann durfte man sich eine Zahl aus diesem Bereich ausdenken. Der Computer stellte dann ein paar Fragen – wie zum Beispiel „ist die Zahl größer als ...“ – und spuckte dann die gedachte Zahl aus. Die Zahlen folgten natürlich einem genau festgelegten System, um die gesuchte Zahl möglichst schnell einkreisen zu können. Diesem Prinzip folgt auch das vorliegende kleine Kartenspiel Zahlenraten. 50 Karten mit den Zahlen von eins bis 50 werden der Reihe nach in fünf Reihen ausgelegt. Ein Spieler denkt sich eine Zahl im Bereich von eins bis 50 aus und die anderen Spieler versuchen, diese Zahl zu erraten. Wer an der Reihe ist, deutet auf eine Zahl und fragt, ob dies die gesuchte Zahl sei. Ist sie es, darf der Spieler die Karte nehmen. Ist sie es jedoch nicht, so wird die Karte umgedreht und die Frage auf der Rückseite der Karte vorgelesen (hier stehen dann Fragen wie beispielsweise „Liegt die Zahl im Bereich von vier bis 14“ oder „Ist die Zahl einstellig“). Der Spieler, der sich die Zahl ausgedacht hat, muss diese Frage nun wahrheitsgemäß beantworten. Auf diese Weise wird der Bereich, in dem die Zahl liegen kann, immer weiter eingegrenzt, bis schließlich ein Spieler die gesuchte Zahl zeigt. Sobald ein Spieler drei Karten besitzt, geht er als Sieger aus diesem Spiel hervor.

Das Spiel ist bei den Kindern gut angekommen. Sobald mehr als vier Karten aufgedeckt waren, wurde es für einige schwierig, alle Informationen für den eigenen Rateversuch zu berücksichtigen. Begriffe wie „größer“, „kleiner“, „gerade“, „ungerade“ werden spielerisch gelernt, ohne das Spielvergnügen zu beeinträchtigen.

Für mich als Erwachsenen haben die ersten Runden durchaus Spaß gemacht. Da die Fragen jedoch unterschiedlich viele Informationen zum Finden der gesuchten Zahl erbringen, lässt sich mit etwas Gedächtniseinsatz recht einfach eine Strategie herausfinden und der Spielreiz lässt für den mitspielenden Erwachsenen schnell nach. Aber für Erwachsene ist das Spiel ja auch nicht gedacht. Positiv zu erwähnen sind noch die wunderbar dicken Karten, die gut in der Hand liegen.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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