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Wave

Wave - Ausschnitt - Foto von Kosmos

Reitet die perfekte Welle

Wave von Thomas Weber (Kosmos) ist ein sinnvolles Spiel nach einem langen Strategiespiel, um das angespannte Verhältnis der vorherigen Spielrunde zu neutralisieren oder sogar zu verbessern. Aber Achtung, hier liegt der Fokus auf dem Miteinander, und das innere Streben alleine zu Siegen muss definitiv abgelegt werden. Dies kann dazu führen, dass Wave auch mehrmals gespielt werden muss, um gemeinsam Erfolg zu haben. Die einen suchen den Sinn des Spiels, während die anderen schon an einer Strategie tüfteln. Eines steht aber fest – es ist nicht für jeden ein Fun-Spiel.

Und darum geht es …

Enthalten sind sechs farbige Karten mit den Werten von 0-5 (außer der weißen 0 und dunkelblauen 5), insgesamt 34 Karten. Dazu kommen noch eine Richtungskarte, eine Übersichtskarte, zwei Sonderkarten Farbtausch, zwei Sonderkarten Zahlentausch und eine Kurzanleitung.

Wave ist ein Kartenspiel, in dem alle Spieler gemeinsam versuchen müssen, alle vorhandenen Karten abzulegen – ähnlich wie bei Uno – nur eben alle gemeinsam nacheinander. Dazu sind einige Karten in der Hand nur für die anderen sichtbar, für einen selbst nicht. Diese etwas ungewöhnliche Art der Kartenhaltung und die Überlegung, wie man nun die nachgezogene Karte in der eigenen Hand platzieren muss, ist anfangs eine Herausforderung.

Die Hilfestellung der anderen Spieler, wie aufgenommene Karten zu platzieren sind, bietet schon die erste Interaktion in diesem Spiel. Die gemeinsame Auswahl, welche Karte abgelegt werden soll, eine Nächste.

Können alle ihre Handkarten abspielen, ist das Spiel gewonnen. Beachtet man die Spielregel, ist dies eine echte Herausforderung.

Kurzes zu den Spielregeln

Die Spielregeln von Wave sind auf das Wesentliche kurzgehalten und für jeden verständlich. Sodass es niemanden verwundert, dass diese nur auf eine Seite mit Bildern gedruckt wurde. Die Regeln sind simpel – man darf entweder eine Karte mit einer höheren Zahl oder einer höheren Farbe als die zuvor gespielte Karte ablegen.

Bei einigen wenigen Karten erfolgt eine Richtungsänderung, die dem Spiel noch einen gewissen Gegenwind gibt. Aber auch hier muss aufgepasst werden, welche Karte gelegt wird. Der Zugspieler alleine kennt die für die anderen verdeckten Karten auf seiner Hand. Kann er sich sinnvoll bei den anderen Spielern durchsetzen? Kann er sich auf die Mitspieler verlassen, die nur die für den Ausspielenden verdeckten Karten kennen? Ein Grad des gegenseitigen Vertrauens oder des eigenen Willens muss gut abgewogen werden.

Mithilfe der Kommunikation und des Vertrauens in die Mitspieler müssen alle Karten je nach vorgegebener Richtung abgelegt werden. Gelingt dies, ist Wave gewonnen. Durch die Sonderkarten kann das Spiel verändert werden.

Fazit: Macht Wave Spaß?

Wave - Schachtel - Foto von Kosmos

Die Einen suchen den Sinn des Spiels, während die Anderen schon an einer Strategie tüfteln. Warum man sich für den Namen Wave entschieden hat? Vielleicht, weil man auf einer gemeinsamen Welle zum Ziel reitet …

Das Spiel ist einfach und könnte auch mit einer anderen Aufmachung Erfolg haben. Ein Kartenspiel mit Glücksfaktor. Die Interaktion ist bei diesem Spiel auf jeden Fall von großer Bedeutung und macht das Spiel interessant. Am besten spielt man es zu viert. Man sollte das Spiel auf jeden Fall selbst einmal gespielt haben, um sich seine eigene Meinung bzw. eine Strategie bilden zu können.

Infos zu Wave

  • Titel: Wave
  • Untertitel: Reitet die perfekte Welle
  • Verlag: Kosmos
  • Autor: Thomas Weber
  • Spieleranzahl (von bis): 2-4
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 10
  • Dauer in Minuten: 25
  • Jahrgang: 2023

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