Reich der Spiele

Zebra

Zebra - Ausschnitt des Titels des Kartenspiels - Foto von Amigo Spiele

Zebra ist ein Kartenspiel von Uwe Mölter und Dirk Hanneforth. Es ist für 2-5 Personen ab 8 Jahren geeignet und bei Amigo Spiele erschienen.

Worum geht es bei Zebra?

Ich möchte während der Partie so schnell wie möglich alle Karten loswerden und versuche daher, Trios in meiner eigenen Auslage zu bilden. Ich ordne die Karten in meiner Auslage so an, dass in einer Reihe, Zeile oder einer Diagonalen drei Karten mit gleicher Farbe oder mit gleicher Zahl liegen. Und wenn ich dafür eine Karte eines Mitspielers gut brauchen kann, umso besser. Denn dann versuche ich, mir diese zu schnappen.

Aufbau des Spiels

Ich mische alle 112 Karten und jeder Mitspieler erhält 15 verdeckt. Neun davon legt er in einem 3 x 3 Felder großen Raster vor sich aus. Die verbleibenden sechs Karten bilden einen persönlichen Stapel. Außerdem gibt es in der Tischmitte einen Nachzieh- und einen Ablagestapel.

Der Spielablauf bei Zebra

Ich bin am Zug und ziehe eine Karte, entweder vom Nachziehstapel oder vom Ablagestapel, wenn ich dort entweder die Zahl oder die Farbe gut brauchen kann. Nun habe ich zwei unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Ich kann die Karte abwerfen und dafür eine meiner neun verdeckten Karten aufdecken.
  • Ich möchte die Karte behalten, weil sie bei mir vielleicht gerade sehr gut zu meinen anderen Karten passt. In dem letzten Fall tausche ich die gezogene Karte mit einer Karte aus meiner Auslage. Dabei darf ich wählen, ob ich eine verdeckte Karte abwerfe oder eine schon offene Karte.

Schnell noch ein Blick zu den Auslagen der Mitspieler – liegen bei meinem Nachbarn schon eine oder mehrere grüne Karten, dann werfe ich lieber eine blaue ab. Schließlich will ich ja dafür sorgen, dass ich möglichst schnell Trios bilden kann und nicht meine Mitspieler.

Gelingt es mir nämlich, ein Trio zu bilden – das bedeutet, ich habe bei drei Karten in gerader Linie die gleiche Zahl oder die gleiche Farbe, darf ich diese drei Karten abgeben. Damit bin ich meinem Ziel, alle Karten loszuwerden, schon ein Stück näher gekommen. Ich ersetze die abgeworfenen Karten sofort mit drei verdeckten Karten meines eigenen Stapels.

Noch mehr Aktionen

Zusätzlich zu den beiden ersten Aktionen habe ich noch zwei andere Möglichkeiten:

  • Ich kann auf das Kartenziehen verzichten und stattdessen zwei Karten in meiner Auslage den Platz tauschen lassen.
  • Ich schaue mir die Auslage der Mitspieler an. Ziehe ich eine Karte, die die gleiche Farbe oder die gleiche Zahl hat wie eine Karte in der fremden Auslage, so darf ich diese (sehr zum Missfallen der Mitspieler) tauschen und die vertauschte Karte dann bei mir einbauen.

Hat mein Mitspieler also eine grüne Drei ausliegen und ich brauche dringend eine grüne Karte, ziehe aber eine rote Drei, so kann ich meinen Mitspieler mit der roten Drei beglücken und mir selbst die grüne Drei nehmen. Diese lege ich dann nach den bekannten Regeln bei mir an – ich tausche eine Karte aus meiner Auslage (offen oder verdeckt) gegen die grüne Drei.

Das Spielende bei Zebra

Wem es zuerst gelingt, alle Karten aus dem privaten Stapel und der Auslage abzulegen, beendet die Runde. Alle anderen Spieler zählen die Werte aller Karten, die sie noch übrig haben – sowohl in der Auslage als auch im privaten Stapel. Diese Punkte werden ihnen als Minuspunkte notiert.
Wer nach x Runden die wenigsten Minuspunkte hat, ist der Gesamtsieger.

Enttäuschendes Ablegespiel

Kartenspiel Zebra stimmungsvoll aufgebaut - Foto von Amigo Spiele
Kartenspiel Zebra stimmungsvoll aufgebaut – Foto von Amigo Spiele

Brauche ich noch ein Ablagespiel mit verdeckten Karten? Gibt es eine Regel bei Zebra, bei der ich denke: „Oh, die ist aber neu, das ist spannend.“ Ich finde nicht.

Ich kann Zebra gut mitspielen, wenn ich ein einfaches Ablagespiel suche. Oder meine Mitspieler einen Abend ausklingen lassen wollen. In diesen Fällen spiele ich Zebra sicher mit – mehr aber auch nicht.

Ob es für Zebrafans geeignet ist? Auch das finde ich nicht – denn mit Zebras hat es außer der Hintergrundgrafik einfach gar nichts zu tun. Im Gegenteil: Es ist egal, ob die Streifen horizontal, vertikal oder diagonal verlaufen …. So, wie das bei Zebras ja auch nicht so ist.

Infos zu Zebra

  • Titel: Zebra
  • Verlag: Amigo Spiele
  • Autor: Uwe Mölter, Dirk Hanneforth
  • Spieleranzahl (von bis): 2-5
  • Alter (ab oder von bis in Jahren): 8
  • Dauer in Minuten: 20
  • Jahrgang: 2023

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3 Kommentare

Axel Bungart
Axel Bungart 23. Februar 2024 at 14:56

Es klingt ein bisschen wie ein erweitertes Skyjo. Das macht aber Spaß.
Übrigens verlaufen bei genauer Betrachtung bei Zebras die Streifen schon in drei Richtungen. 😉

Antwort
Bernhard Zaugg
Bernhard Zaugg 25. Februar 2024 at 19:42

Die Crux ist tatsächlich, dass Zebra wie ein erweitertes Skyjo (oder HiLo, das mir persönlich noch besser gefällt) daherkommt und mehr Möglichkeiten bietet, die im Endeffekt aber einzig den Spielfluss behindern, da zusätzliche Optionen geprüft werden müssen – es geht halt meist nichts über ein tolles, schlankes Spiel, das von allem unnötigen Ballast befreit bleibt. Und das ist in meinen Augen dann eben HiLo und nicht Zebra, so überraschend das vielleicht auch klingen mag.

Antwort
Axel Bungart
Axel Bungart 28. Februar 2024 at 11:03

Ja, da hast Du recht. Ich habe mir auch Skyjo Action schon nicht angetan, weil die Leichtigkeit verloren geht.

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