Autor Stefan Feld über sein Brettspiel Rialto

Aufgewerteter Brückenschlag

ein spielerischer Artikel von Michael Weber - 07.03.2013
Rialto von Pegasus Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Stefan, in Kürze erscheint dein Spiel Rialto bei Pegasus Spiele. Das klingt nach einem Thema in Norditalien? Wie kam es zu diesem Titel?
"Das Thema kam von Ralph Bruhn dem Redakteur. Im Laufe des Spiels werden Gebiete durch zwei mögliche Optionen verbunden. Ralph schlug vor, dass das doch Brücken und Gondeln sein könnten. Und schon waren wir in Venedig. Und da lag der sehr griffige Titel Rialto nicht fern."

Um was genau geht es thematisch in dem Brettspiel, was ist inhaltlich Aufgabe der Spieler?
"Die Spieler versuchen ihre Anhänger in den 6 Stadtteilen von Venedig unterzubringen. Durch den Bau von Brücken und Gondelanlegestellen, werden die Gebiete aufgewertet. Gleichzeitig errichten die Spieler wertvolle Prestigegebäude, die ihnen Punkte und weitere Aktionsmöglichkeiten bieten. Und natürlich sollte man sich mit dem Dogen gut stellen."

Wie setzt du dieses Thema im Spiel um? Welches sind die wesentlichen Spielmechanismen in Rialto?
"Rialto ist ein Spiel welches durch Karten gesteuert wird. Dabei ist jeder Karte eine Funktion zugeordnet. Zu Rundenbeginn wählen sich die Spieler aus zufälligen Kartenpaketen welche aus, mit denen dann gespielt wird. Der Kniff besteht darin, dass nicht alle Karten behalten werden dürfen, sonder dass ein Teil wieder abgelegt werden muss. So muss man sich immer entscheiden, wo man Schwerpunkte setzt. Außerdem sind Joker im Spiel, deren Einsatz sehr gut überlegt sein will."

Du hast als Spieleautor bisher sowohl sehr einfache als auch sehr komplexe Spiele entwickelt. Wie anspruchsvoll oder komplex wird Rialto sein?
"Rialto wird irgendwo im Mittelfeld anzuordnen sein. So vom Anspruch irgendwo bei Speicherstadt oder Strasbourg."

Gibt es von dir einen Tipp, was Spieler in ihrer ersten Partie beachten sollten? Gibt es sogar Spielzüge, die sie vermeiden sollten?
"Ich glaube am Anfang sollte man die Dogenleiste nicht vernachlässigen. Geübte Spieler werden aber auch Strategien finden, die ohne Dogen auskommen."

Du hast in den letzten Jahren eine Reihe von Spielen entwickelt. Woher nimmst du immer wieder die Ideen für Themen und Mechanismen und wann fließt das eine in das andere während der Entwicklung ein?
"Schwer zu sagen. Manchmal denke ich konkret längere Zeit über einen Mechanismus nach und manchmal kommt die Idee einfach so. Insgesamt ist es glaube kein Geheimnis mehr, dass ich öfter vom Mechanismus ausgehe und dann gemeinsam mit der Redaktion nach einem Thema suche. Und dort, wo das Thema vorgegeben ist, lese ich mich ein, und versuche die Abläufe so zu gestalten, dass sie thematisch getragen werden. Aber da ich ja keine Simulationen erfinde, lasse ich mir auch hier genug spielerische Freiheit ;o)"

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