Albion

eine Spielerezension von Andreas Keul - 23.05.2010
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Albion von Reich der Spiele

In Albion (wie Britannien vor der Ankunft der Römer genannt wurde) siedeln zwei bis vier Spieler. Wer als Erster seine Siedlungen auf Stufe vier ausgebaut hat, gewinnt das Spiel. Um dieses zu erreichen, benötigt man im Spiel natürlich Rohstoffe und auch Kampfstärke sowie Bewegungspunkte.

Dem Spieler, der an der Reihe ist, stehen dafür zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Bewegen und Bauen sowie Rohstoffe nehmen. Der Spielplan besteht aus Flächen, auf die man Siedlungen, Kastelle oder Befestigungen bauen kann, sowie aus vier verschiedenen Rohstofffeldern, auf denen passende Rohstoffbetriebe errichtet und ausgebaut werden können. Wählt ein Spieler nun die erste Aktion, so darf er mit seinen Siedlern und Legionären auf ein Feld seiner Wahl ziehen. Ein Siedler kann dann auf diesem Feld, wenn genug Rohstoffe zur Verfügung stehen, ein Gebäude bauen. Für die Bewegung hat ein Spieler insgesamt so viele Bewegungspunkte zur Verfügung, wie er Bewegungsmarker vor sich liegen hat. Jedes errichtete Gebäude hat unterschiedliche Vorteile wie weitere Bewegungsmarker, weitere Siedler oder Legionäre, Erhöhung der Verteidigungswerte oder ein kostenloses Aufwerten eines bereits bestehenden Gebäudes.

Der Preis für den Ausbau der Gebäude ist einfach zu merken. Der Bau eines Gebäudes der Stufe eins kostet einen beliebigen Rohstoff, ein Gebäude der Stufe zwei kostet zwei unterschiedliche Rohstoffe, Stufe drei kostet drei unterschiedliche Rohstoffe und der Ausbau einer Siedlung auf Stufe vier kostet vier unterschiedliche Rohstoffe. Hat ein Mitspieler in dem Feld, in dem man bauen möchte, bereits ein höherwertiges Gebäude stehen, darf er sich als Tribut einen Rohstoff vom abgebenden Bauherrn aussuchen.

Die Schwierigkeit besteht also darin, eine Balance zu finden zwischen dem Ausbau der Rohstoffbetriebe, sich mehr Bewegungspunkte zu verschaffen und sich um das Ziel zu kümmern, die dritte Siedlungen auf Stufe vier auszubauen, von der eine auch noch recht weit oben auf dem Spielplan liegen muss (auf dem Spielplan markiert). Hierfür sind besonders viele Bewegungspunkte notwendig, und da man sich auch tief in Feindesland befindet, hat man hier mit besonders vielen Pikten (feindlichen Kriegern) zu tun. Erschwerend kommt noch hinzu, dass man seinen Siedler nach dem Bau eines Gebäudes wieder am Start des Spielplans (unten) neu einsetzt. Man benötigt also viele Bewegungspunkte.
 
Albion ist insgesamt ein übersichtlich gestaltetes Spiel, bei dem auch die Regeln sehr gut erklärt sind. Der Spielplan und auch das Spielmaterial machen einen guten Eindruck, allerdings ist das Hantieren mit den Rohstoffen etwas fummelig.  Schade ist, daß man immer auf dem gleichen Plan spielt, da er fest ist und nicht etwa wie bei Siedler immer wieder neu zusammengesetzt wird.

Albion ist ein reines Taktik/Aufbauspiel, mit ganz wenig Glücksanteil, was sich auch wirklich super zu zweit spielen lässt. Man spielt es gerne öfter und versucht, seine Aufbaustrategie immer weiter zu verfeinern. Von mir eine klare Empfehlung für dieses Spiel!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Albion von Amigo Spiele
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