Fortuna

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 01.09.2012
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Fortuna von Reich der Spiele

Fortuna, die Glücks- und Schicksalsgöttin der Römer, unterstützt von einem bewährten Autorenduo, das erzeugt natürlich Erwartungen. Die Spieler begeben sich auf den Weg nach Rom, um Caesars Palast, der im Herzen Roms liegt, zu erreichen. Nur wer die Stadt durch das Stadttor betritt (sprich mindestens das zehnte Feld auf dem Weg nach Rom erreicht hat), wird bei der Schlusswertung berücksichtigt.

Doch zuerst gilt es, den Feldzug ordentlich vorzubereiten. Der Spielplan kommt in die Tischmitte. Jeder Spieler bekommt eine eigene Spielplanseite zugeordnet (d. h., mehr als vier Spieler sind nicht möglich). Die Spielerreihenfolge wird ausgelost, Fortuna sei mit Euch! Auf jeder Seite gibt es drei Kartenfelder in den jeweiligen Spielerfarben. Jeder Spieler hat ein eigenes Dorf, von dem aus er sich mit seiner Spielfigur auf den Weg nach Rom macht. Außerdem erhält jeder Spieler einen eigenen Provinzplan, vor dem er einen eigenen Spielstein platziert (dieser Pöppel kann später verheiratet werden). Jeder Spieler platziert einen eigenen Spielstein auf dem „5er-Feld" der Sesterzenleiste. Die Gebäudekarten werden sortiert bereit gelegt, die sechs Gunstkarten auf den entsprechenden Plätzen rund um Rom platziert. Auf Caesars Palast werden drei Privilegienmarker platziert. Jeder Spieler erhält drei Aktionskarten, von denen er zwei offen und eine verdeckt an seine Spielplanseite legt. Die Aktion der verdeckten Karte reserviert der Spieler für sich selbst.

Eine Spielrunde besteht aus fünf Phasen, die jeder Spieler, wenn er an der Reihe ist, nacheinander ausführt. In der ersten Phase gibt es ein Wasser, wenn man ein leeres Aquädukt besitzt. Anschließend wählt man eine der drei eigenen Aktionskarten aus und kann sie ausführen. Die gewählte Aktionskarte tauscht man dann mit einer offenen Aktionskarte einer der drei anderen Spielplanseiten. Die neue Aktionskarte legt man verdeckt auf seine eigene Spielplanseite. Sie ist damit geschützt und steht mir in der nächsten Runde auf jeden Fall zur Verfügung. Durch den Einsatz eines Zenturios (der ebenfalls über eine Aktionskarte rekrutiert werden kann), kann man noch eine weitere seiner offenen Aktionskarten nutzen. Um in der Gunst des Imperators zu steigen und damit weiter nach Rom vorzurücken, wird gewürfelt. Je höher die gewürfelte Zahl, desto größer ist die Auswahl an Gunstkarten unter denen man wählen kann. Gewählte Gunstkarten werden für diese Runde verdeckt und stehen den nachfolgenden Spielern nicht mehr zur Verfügung. Gunstkarten, die in einer Runde nicht genutzt werden, erhalten einen Privilegienmarker, mit dessen Hilfe man in einer nächsten Runde dann eine Privilegienkarte erhalten kann. Diese Karten bringen entweder zusätzliche Ressourcen, zusätzliche Schritte nach Rom oder zusätzliche Siegpunkte. Am Ende jeder Runde wird die Spielerreihenfolge neu bestimmt. Der Spieler mit der Aktionskarte Fortuna ist Startspieler. Die weitere Reihenfolge bestimmt sich durch Reichtum.

Sobald der erste Spieler Caesars Palast erreicht, ist das Spiel zu Ende und es kommt zur Schlusswertung. Teilnehmen an der Schlusswertung kann nur, wer sich innerhalb der Mauern Roms befindet (mindestens Feld 10 von den 15 möglichen Feldern erreicht hat). Für jedes erreichte Feld gibt es einen Siegpunkt. Dazu kommen dann noch die Siegpunkte der gesammelten Privilegienkarten. Wie nicht anders zu erwarten, gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Das Spielmaterial von Fortuna ist von guter Qualität, bis auf die Spieleschachtel, die zumindest bei meinem Exemplar nicht ordentlich geklebt ist, so dass der Aufdruck Wellen wirft. Die Aufteilung der Spielregel auf zwei verschiedene Blätter ist nicht sehr glücklich und eher verwirrend. Ansonsten hat uns das Spiel in jeder Besetzung Spaß gemacht. Der Mechanismus des Kartentausches bei den Aktionskarten ist spannend. Neben dem Erreichen des Ziels „Caesars Palast“ sollte man auch immer wieder auf Privilegienkarten setzen, denn es gewinnt nicht unbedingt, wer als erster am Ziel ist, sondern der mit den meisten Punkten und da können die Privilegienkarten am Ende eine entscheidende Rolle spielen, natürlich nur, falls „Fortuna“ dem Spieler hold ist.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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