Horus

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 26.04.2009
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Horus von Anita Borchers

Und wieder einmal darf das alte Ägypten als Hintergrund für ein Brettspiel dienen. Wobei Brettspiel vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist, da es kein Spielbrett gibt. Die Spielfläche wird erst nach und nach durch die Spieler aufgebaut. Es geht darum, am Ufer des Nils Einfluss auf die größten und wertvollsten Regionen zu erhalten. Zu Beginn gibt es aber noch gar keinen Nil und auch keine Regionen um den Nil. Dafür stehen fünf unterschiedliche Plättchen zur Verfügung: Die vier Geländearten Wüste, Hügel, Ackerland und Sumpf, sowie eine Plättchenart, die entweder als Nilplättchen oder als Nekropole gelegt werden kann (keine Angst! Ich musste auch in Wikipedia nachschlagen: Es handelt sich um eine Totenstadt, also eine Begräbnisstätte).

Das Spiel wird in Runden gespielt, in denen jeder Spieler für sich jeweils fünf Phasen durchführt. Zuerst zieht er blind aus einem Beutel ein Plättchen, das er nach bestimmten Regeln an die bereits ausliegenden Plättchen anlegt. Als nächstes spielt er eine Handkarte aus. Diese Handkarten haben zwei Funktionen. Zum Einen wird dadurch festgelegt, von welcher Art das zweite Plättchen ist, das er in der dritten Phase legt. Zum Anderen ist aber auch noch eine Zahl auf der Karte abgebildet. In der vierten Phase hat der Spieler jetzt die Möglichkeit, einen seiner Königreichsteine in ein Gebiet zu legen, das aus genau so vielen Plättchen besteht. Ein Gebiet wird von zusammenhängenden Plättchen einer Geländeart gebildet. Im Verlauf des Spiels windet sich langsam der Nil über den Spieltisch und es entstehen immer größere Gebiete, um die mit Hilfe der Königreichsteine gekämpft wird. Denn am Ende des Spiels bekommt derjenige Punkte für ein Gebiet, der dort die meisten Steine besitzt. Die Anzahl der Punkte hängt dabei auch noch davon ab, ob das Gebiet an den Nil, an den Horustempel (ein altägyptischer Gott, der auch der Namensgeber für dieses Spiel war), einem besonderen Plättchen, das im Laufe des Spiels angelegt wird, oder sogar an beide grenzt.

Horus ist ein interessantes Spiel, bei dem sich Glück und Taktik die Waage halten. Man muss immer überlegen, ob sich der Kampf um die großen Gebiete lohnt, oder ob man lieber über kleinere Gebiete seine sichereren Punkte macht. Je weniger Spieler mitspielen, desto größer wird dabei der Taktikanteil.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Fotos
Horus von Anita Borchers
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