Life Style

ein spielerischer Artikel von Rainer Fieseler - 08.01.2008

So gut Life Style auch sein mag, es hat einen wesentlichen Nachteil: Die Wertung. So bekommt zum Beispiel ein Spieler, der das genaue Gegenteil des Kandidaten tippt, genauso keinen Punkt, wie jemand der nur zweimal zwei nebeneinander liegende Buchstaben vertauscht hat – was ja ohne Frage ungerecht ist. In Anlehnung an eine Anregung aus einer frühen Spielbox lässt sich mit etwas mathematischem Aufwand eine gerechtere Wertung erstellen: Man vergleicht Vorgabe und Tipp, ermittelt die Abstände der gleichen Buchstaben und quadriert (multipliziert die Zahl mit sich selbst) diese Zahlen. Dann addiert man die Quadrate auf, teilt die Summe durch zehn und zieht das Ergebnis von eins ab.

Beispiel:
Vorgabe des Kandidaten: A, B, C, D
Tipp des Spielers: D, C, A, B
Abstand: 3, 1, 2, 2,
Quadrat: 9, 1, 4, 4 mit der Gesamtsumme 18.
Daraus ergibt sich: 18:10 = 1,8
Für die Punkte heißt dies: 1 - 1,8 = - 0,8

Es ergibt sich also immer eine Zahl zwischen –1 (Tipp ist Gegenteil der Vorgabe) und +1 (Tipp ist gleich der Vorgabe). Bei dieser Wertung gehen große Abstände stärker in das Ergebnis ein, als kleine – was aber ja der Intention der Wertung entspricht: Kleine Abstände können eher durch Zufall zu Stande kommen als große. Wenn wieder Schritte für die Figuren ermittelt werden sollen, kann man das Ergebnis mit fünf multiplizieren (er ergeben sich Zahlen von – 5 bis + 5). Die Jokerpunkte sollten dann aber besser auf zwei angehoben werden.

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