Avanti

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 13.07.2011
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Avanti von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Langsam verschwindet der VW Käfer oder die Citröen Ente immer mehr aus unserem Strassenbild. Nicht so bei Avanti, dem Auto-Rennspiel vom Zoch Verlag. Neben den bereits erwähnten Autos findet man noch einen VW Bulli, einen original Fiat 500 und einen Mini in der Spieleschachtel. Schnell ausgepackt, und ein wildes Rennen beginnt, bei welchem dem Sieger am Ende ein glückliches Leben auf einer Trauminsel in der Südsee winkt.

Also schnell rein in die Kultautos und kräftig Gas geben. Auf dem Spielplan von Avanti beschreibt ein äußerer Rundkurs die Rennstrecke, auf welcher die Spieler mit Ihren Autos um die Wette fahren. Interessant ist dabei der Spielmechanismus, mit welchem die Fahrzeuge fortbewegt werden. Zu Beginn jeder Runde erhalten die Spieler bei Avanti drei so genannte Powerkarten, auf welchen jeweils wieder drei Werte zwischen eins und sieben aufgedruckt sind. Der ausgespielte Wert bestimmt bei Avanti die Zugweite des Autos. Landet man dabei auf einem Feld, auf welchem bereits ein gegnerisches Fahrzeug steht, darf man mit seinem eigenen Auto den gerade ausgespielten Wert nochmals weiter ziehen. Dies geht so lange, bis man auf einem freien Feld landet. Nachdem die Spieler ihre Fahrzeuge bewegt haben, dürfen alle, die einen Wert bis drei ausgespielt haben, wieder eine neue Powerkarte nachziehen. Die Spieler, die einen höheren Wert ausgespielt haben, können mit ihrem Auto zwar eine weitere Strecke zurücklegen, dürfen dafür aber keine neue Powerkarte nachziehen. Gerade im Endspurt ist dies eine gute Möglichkeit, an den Kontrahenten vorbeizuziehen. Jedoch verringern sich dadurch die Handkarten, und durch dieses Vollgasfahren besteht auch die große Gefahr, mit leerem Tank, sprich ohne Powerkarten, auf der Strecke liegen zu bleiben.

Gutes Einschätzen der Mitspieler, Glück beim Kartennachziehen und die richtige Taktik bestimmen bei Avanti über Sieg und Niederlage. So läuft das Rennen, bis ein Spieler als erster den Rundkurs bewältigt hat. Dieser darf nun auf einer Zählleiste in der Mitte des Spielplans seine Figur drei Felder in Richtung Trauminsel bewegen. Selbst der Zweitplatzierte darf noch zwei und der Dritte noch ein Feld weiter ziehen. Avanti endet, wenn nach einigen Runden einer der Spieler die Trauminsel erreicht hat und so als Sieger hervorgeht. Spezialeffekte wie Parkgebühren und die Möglichkeit, durch das so verdiente Geld schneller auf dem Weg zur Südseeinsel weiterzukommen, geben dem Spiel noch zusätzliche Würze.

Auch optisch ist Avanti ein echter Hingucker. Das ganze Spielmaterial und der Spielplan sind passend zum Spielablauf sehr witzig illustriert. Leider wurden die fünf Kultautos bei unserem Testexemplar etwas schlampig angemalt. Trotzdem sind sie immer noch sehr liebevoll gestaltet und eine Augenweide. Auch die Spielanleitung überzeugt im typischen Zoch-Stil und lässt keinerlei Fragen offen. Einzig das Spielgeld und die Powerkarten hätten etwas grösser und griffiger ausfallen können. Doch zum Glück tut dies dem Spielespaß bei Avanti keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil – Avanti ist ein tolles Familienspiel, das Groß und Klein zu begeistern weiss. Die gelungene Mischung von Glück, Taktik und Menschenkenntnis macht Spaß und bei Avanti auch den besonderen Reiz aus.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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