Das Mozart-Quiz

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.12.2006
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Das Mozart-Quiz von
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250 Jahre Mozart finden ihren Niederschlag auf dem Buchmarkt in weit über 100 Neuerscheinung in 2006. Ein solches Ereignis sollte auch am Spielemarkt nicht unbemerkt vorbeigehen, so dachte ich mir jedenfalls. Die Eingabe von Mozart in die bekannte Internetsuchmaschine brachte jedoch nur zwei Titel, das vorliegende Spiel und Teamwork Mozart. So ein mageres Ergebnis hätte ich nicht erwartet, zumal Mozart bekanntermaßen nicht nur ein großer Musiker, sondern auch ein eifriger Spieler war (siehe hierzu zum Beispiel die Buchveröffentlichung von Günther G. Bauer „Mozart. A Great Lover of Games“, 2006).

Mit dem Mozartquiz wartet ein Spiel mit "1.320 Fragen und Auswahlantworten" auf die Interessierten. Der Schachtelaufdruck ist etwas irreführend, denn Fragen gibt es nur 390 an der Zahl. Außerdem gibt es einen Spielplan, auf dem man Mozarts Reisen durch Europa nachverfolgen kann. Vor dem Spiel muss die Sortierbox zusammengebaut werden. Als Anleitung gibt es den flotten Spruch „Probieren geht über Studieren“. Das ist ja nett, aber als Handlungsanweisung doch ein wenig mager.

Im Spiel gibt es grundsätzlich drei verschiedene Sorten von Karten: 65 Quizkarten, fünf Reisekarten und 40 Städtekarten. Die Quizkarten sind beidseitig bedruckt, auf jeder Seite sechs Fragen mit jeweils drei Auswahlantworten. Die Städtekarten enthalten Informationen zur Bedeutung der jeweiligen Stadt für Mozart. Diese Informationen sind zwar nicht spielrelevant, stellen aber eine nette Dreingabe dar. Vorweg sei noch bemerkt, ganz so einfach wie die beiden Beispielfragen auf dem Schachteldeckel ist der größte Teil der Fragen nicht.

Vor dem Spiel zieht jeder fünf Städtekarten und legt sie offen vor sich ab. Diese fünf Städte gilt es, im Laufe des Spiels zu besuchen. Start- und Zielpunkt für alle ist die Geburtsstadt Mozarts: Salzburg. Wer an der Reihe ist muss eine Quizfrage beantworten. Ist die Antwort richtig, darf der Spieler würfeln und entsprechend viele Städte bereisen. Beim Würfeln einer Sechs darf – etwas unzeitgemäß – geflogen, das heißt auf eine beliebige Stadt gezogen werden. Wer dabei auf eine seiner vor ihm ausliegenden Städte kommt, darf diese Karte ablegen. Gibt der Spieler eine falsche Antwort, passiert nichts.

Wird eine der fünf Reisekarte gezogen, dann darf man reisen ohne eine Frage beantworten zu müssen. Wer als erster seine fünf Städtekarten bereist und wieder in Salzburg angekommen ist, gewinnt das Spiel.

Die Fragen sind zum Teil sehr schwierig. Durch die Antwortauswahl hat man jedoch auch als Nicht-Mozart-Fachmann eine Chance. Durch die Zufallselemente Würfel und Reiskarten spielt neben dem Wissen auch das Glück eine Rolle. Wer allerdings mehrere Runden hintereinander durch falsche Antworten nicht zum Würfeln kommt und auch keine Reisekarte zieht, ist in der Regel aber doch frustriert. Da das Spiel nicht nur aus Allerweltsfragen zu Mozart besteht, lernt man nebenbei so einiges Neues. Und für Mozartliebhaber ist das Spiel eh eine lohnende Anschaffung.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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