Europareise

Jahrgang 2007

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 30.11.2007
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Das erste Mal als ich spielerisch Europa mit Hilfe eines Spiels bereist habe, war in meiner Kindheit. Als Copyright war mein Geburtsjahr (1954) angegeben. Aber auch die heutigen Kinder haben die Möglichkeit zu einer solchen Reise, denn auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Ausgabe der Europareise. Ein bedeutsamer Unterschied (neben den sicher nicht weniger bedeutsamen Veränderungen auf der Landkarte): Das Spiel hat diesmal auch einen Spielautor. Das macht natürlich neugierig.

Der Spielplan, der natürlich Europa zeigt, ist in sechs unterschiedliche Farbregionen eingeteilt. Entsprechend gibt es Städtekarten in sechs Farben.
Durch das Ziehen von Städtekarten bestimmt jeder Spieler seine persönlichen Reiseziele. Daneben gibt es in Form von offen liegenden Karten auch noch öffentliche Reiseziele. Für die Reise stehen Tickets, ein Flugstab und eine Schiffskette zur Verfügung.

Ein Zug besteht aus drei Aktionen. Zuerst darf ein Spieler bis zu fünf Tickets ausspielen und eine oder mehrere Reisegesellschaften entsprechend bewegen. Dabei gibt es vier verschiedene Fortbewegungsmittel, Auto, Schiff, Bahn und Flugzeug, die natürlich nur bei entsprechend vorhandenen Verkehrsanbindungen eingesetzt werden können. Schiffskette und Flugstab dienen dabei als Maßstab für die Reichweite eines Schiffs- beziehungsweise Flugzuges. Je zwei Tickets desselben Verkehrsmittel dienen als Joker und dürfen für ein beliebiges Verkehrsmittel eingesetzt werden. Erreicht ein Spieler während seiner Reise ein persönliches Reiseziel, darf er die entsprechende Städtekarte vor sich ablegen. Erreicht der Spieler ein öffentliches Reiseziel, legt er die entsprechende Karte ebenfalls vor sich ab. Während eines Zuges können mehrere Reiseziele erreicht werden. Als zweite Aktion werden zwei Tickets, unabhängig von der Zahl der ausgespielten Tickets, nachgezogen. Die dritte und letzte Aktion während eines Zuges besteht darin, neue öffentliche Reiseziele aufzudecken, falls der Spieler bei der ersten Aktion eines oder mehrere öffentliche Reiseziele erreicht hat.

Im Unterschied zum „alten“ Europareise ist man dank Wolfgang Kramer nicht mehr auf den Würfel angewiesen, sondern kann mit Hilfe der Reisetickets etwas taktischer vorgehen. Allerdings ist man beim Ziehen der Karten auch auf Fortuna angewiesen. Die Planbarkeit der eigenen Züge hält sich in Grenzen, da man nie so genau weiß, wohin die lieben Mitspieler die Reisegesellschaften ziehen. Alles in allem ein nettes Familienspiel, mehr aber auch nicht.

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