Kimono

eine Spielerezension von Eva Timme - 21.08.2018
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Gesellschaftsspiel Kimono - Foto von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Schon immer wollte ich so einen „Fächer“ mein Eigen nennen. Und diese tolle altindische Laute - ist diese nicht auch wunderschön? Wie schade, dass ich in dieser Runde nicht der Meister bin, ich wüßte genau, wie ich diese Raritäten aufteilen würde. So fühle ich mich beim Gesellschaftsspiel Kimono von Hisashi Hayashi (Zoch Verlag).

So wird Kimono gespielt

Doch jetzt muss ich mich erst einmal entscheiden. Nehme ich das Angebot mit der Laute - davon habe ich immerhin schon eine kleine Sammlung, und eine Laute fehlt mir noch. Doch dann darf ich keine weitere bekommen, immerhin gibt es eine genau vorgeschriebene Anzahl der einzelnen Wertgegenstände, die ich besitzen darf. Ich wähle jetzt einfach das zweite Angebot. Ich vermute, darauf werden die wenigsten bieten. So habe ich wenigstens eine Chance, dass ich es auch bekomme.

Nachdem der Meister die aufgedeckten Karten mit wertvollen Gegenständen beliebig in zwei Gruppen aufgeteilt hat, legt er noch die „Meisteranwärterkarte“ zu einer der beiden Gruppen dazu. Wer diese Karten ersteigern kann, hat zusätzlich den Vorteil, dass er in der nächsten Runde der neue Meister wird.

Alle haben geboten - schade, meine Strategie ist diese Runde nicht aufgegangen. Keiner wollte die kleine Gruppe von Karten haben, diese wandern also leider in „die Tonne“. Die anderen Karten teilt der Meister erneute in zwei Gruppen, und wieder muss geboten werden. Ich entscheide mich um, denn jetzt ist die Meisteranwärterkarte doppelt interessant. Der neue Meister erhält auch alle Karten, die in der Tonne gelandet sind. Noch habe ich nicht so viele Karten, dass ich Sorge vor Minuspunkten habe. Doch halt! Vermutlich denken, die anderen Spieler auch so, dann bekommt wieder keiner die Karten und erneut wird weiter geteilt .... Ich bleibe doch bei meiner ersten Entscheidung und hoffe, dass auf diese beiden Karten niemand anders bietet. Das würde mir gute Punkte für den „Fächer“ bringen.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Kimono?

Kimono ist schnell erklärt und hat einen sehr witzigen Mechanismus die Karten zu versteigern. Das Dilemma als Meister, so zu teilen, dass es für mich selber attraktiv ist und für die anderen möglichst wenig attraktiv, bleibt schwierig.

Mit fünf bis sechs Spielern hat es mir zu lange dauert, da jede Gruppe von Karten, auf die mehrere Spieler geboten haben, einzeln und nacheinander abgehandelt werden. Da ist eine deutliche Wartezeit für alle entstanden. Ideal fand ich das Spiel zu viert.

Insgesamt gefällt mir dieser Mechanismus, als einfaches Familienspiel für zwischendurch wähle ich allerdings weiterhin das Spiel Aber bitte mit Sahne. Der Mechanismus beim Teilen und Aussuchen ist ähnlich und wir mögen einfach lieber Torten statt Kimonos. Als Absackerspiel in einer Spielerunde bietet Kimono allerdings etwas mehr Möglichkeiten. Es ist nötig, dass ich die Anzahl der Karten im Blick habe. Leider können das auch meine Mitspieler und schon bekomme ich Karten, die ich gar nicht haben wollte.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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