Mastermind

Mehrspielerausgabe 2005

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.10.2005
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Mastermind von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Einer der Urväter der Logik- und Deduktionsspiele für zwei Spieler oder zwei Spielergruppen wird mit der Neuauflage von 2005 mehrspielertauglich und tritt damit einem der größten Mankos des Klassikers entgegen. Die Ausgabe bietet (neben der bereits bekannten Regel für zwei) eine Variante für bis zu fünf Spieler. Dabei geht es nicht nur darum, den Code zu knacken, sondern auch darum, seine Rateversuche möglichst richtig zu gestalten, denn es gibt Punkte für jede richtige Farb- und Positionsangabe. Wenn dann der Code geknackt ist, erhält auch der Codestelle Punkte, je mehr je mehr Versuche die anderen Spieler gebraucht haben.

Dieses Spiel zu mehren hat aber ein Problem: Manche Spielrunden, versuchen die Lösung gemeinsam zu finden, was natürlich eine Einzel-Punktwertung ad absurdum führt, und es gibt mitunter längere Diskussionen, weil jede etwas anders denkt. Wenn dann noch ein Spieler dabei ist, der in Logikspielen mehr Übung hat als die anderen, neigt er dazu, allein zu spielen.

Andersherum kann man sich natürlich ein Schweigegebot während des Denkens auferlegen, aber dann kann es erst recht zu langen Wartezeiten kommen. Während einer brütet, haben die anderen nichts zu tun, selber zu denken, lohnt sich meist erst, wenn man die Ergebnisse des vorigen Spielers kennt. Und dann hat der ganz anders gedacht und man kann mit seinem Resultat gar nichts anfangen... Insbesondere für den reichlich beschäftigungslosen Codesteller, kann dabei Zeit ziemlich lang werden.

Zum Material: Das schwenkbare „Spielbrett“ ist wirklich sinnvoll, da kann sich jeder die Ansicht verschaffen, die ihm am meistem zusagt. Auch das getrennte und verdeckte Code-Erstellungsgerät hat seine Berechtigung. Deutliche Abstriche muss man allerdings bei den Farben machen: Pink und orange sind bei schlechtem Licht fast nicht unterscheidbar, und bei dem Codeeinsteller liegen die Farben so weit innen, dass man ohne eine helle Lichtquelle im Rücken ständig gucken muss: gelb oder weiß? Orange oder pink oder sogar rot? Ärgerliche und vermeidbare Fehler.

So bleibt als Fazit: Netter Versuch! Mehr nicht. Die Zweierversion ist gut wie ehe und je, und auf eine wirklich gute Mehrpersonenvariante werden wir weiter warten müssen

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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