T-Rex World: Tal der Gefahren

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 15.10.2011
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T-Rex World: Tal der Gefahren von Die Spiegelburg/Coppenrath
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Die Dinosaurier müssen ihr altes Revier verlassen, doch auf dem Weg in ein neues Tal lauern viele Gefahren. Dieses kleine Spiel für unterwegs kommt in einer schicken Blechdose daher, in der auch gespielt wird. Jeder Spieler besitzt einen Dino, mit dem er versucht, schnellstmöglich ins Ziel zu kommen. Am Dosenrand befindet sich für jeden Dino eine Stärkeskala, die zunächst auf eins gestellt wird. Kommt man im Verlauf des Spiels auf bestimmte Felder, so kann die Stärke des Dinos zu, oder aber auch wieder abnehmen. Die Stärke ist wichtig, wenn man eins der zwei Kampffelder erreicht. Dort kann man einen weiter vorn liegenden Spieler zum Kampf herausfordern.  Die beiden Spieler würfeln und addieren zu dem Ergebnis die Stärke ihrer Dinos. Hat man einen höheren Wert, als der herausgeforderte Dino, so darf man mit ihm den Platz tauschen. Ist das Ergebnis niedriger, so passiert nichts. Wer das Spielfeld als Erster umrundet hat, gewinnt.

Tal der Gefahren ist ein Reisespiel. Die flache Blechdose findet auch in einem vollgestopften Rucksack noch Platz. Der kleine Spielplan ermöglicht es, auf engstem Raum zu spielen, und durch die magnetischen Spielfiguren kommt auch nichts durcheinander, wenn es mal ruckelt. So ist es ein ideales Spiel für längere Reisen mit Auto, Bahn oder Flugzeug.  Die Grafik passt sehr gut zum Spielthema und wird Dinosaurier-Fans gut gefallen. Das Spiel an sich ist allerdings eher wie eines dieser unspektakulären Laufspiele, die man in jeder größeren Spielesammlung findet. Man würfelt, eventuell kommt man auf ein paar Sonderfelder und wer als erstes im Ziel ist, gewinnt. Das ist zwar besser, als stundenlang auf vorbeifliegende Landschaften oder den Sitznachbarn zu starren, aber im Grunde ist es recht langweilig. Dabei ist die Idee an sich gar nicht schlecht. Die Kinder freuen sich sehr, wenn ihr Dino an Stärke gewinnt und sie gegen jemanden kämpfen können. Nur kommt es bei zwei Kampffeldern so gut wie nie dazu, sodass man eigentlich nur würfelt und nebenbei den Pfeil der Stärkeskala hin und her bewegt. Wir haben daher beschlossen, dass man ab dem ersten Kampffeld auf jedem Feld, das keine Sonderfunktion hat, kämpfen kann. Das macht das Ganze wesentlich interessanter.  Leider steht in der Spielanleitung auch nichts darüber, was bei einem Gleichstand geschieht, daher haben wir immer zu Gunsten des angegriffenen Spielers entschieden.

Durch seine Größe und die magnetischen Figuren ist Tal der Gefahren zwar ideal, um auch wirklich während der Reise gespielt zu werden, ohne dass man Gefahr läuft  unter irgendwelchen Sitzen die Einzelteile suchen zu müssen. Allerdings ist der Spielreiz relativ gering. Das kann man zwar durch etwas Kreativität und Ideenreichtum mit einigen selbst ausgedachten Zusatzregeln beheben. Wer jedoch keine Dinosaurier mag und nicht so findig im Ausdenken neuer Regeln ist, sollte sich lieber eins der unzähligen anderen Reisespiele besorgen, um die Frage „Sind wir schon da?“ etwas hinauszuzögern.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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