Ubongo - Das Würfelspiel

eine Spielerezension von Axel Bungart - 05.06.2013
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Ubongo - Das Würfelspiel von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Rechnet man alle bisherigen Mitbring- und Junior-Versionen von Ubongo (Kosmos) zusammen, kommt man schon auf neun Varianten. Da müsste doch für jeden was dabei sein. Nur Würfelfreunde hatten bisher das Nachsehen. Mit der neuen Version, Ubongo - Das Würfelspiel, hat sich das erledigt.

Passend zum Titel ist die Verpackung praktisch würfelig. In dem knappen Kubikdezimeter Schachtel befinden sich ein kleiner Block mit bekannten Puzzleflächen, acht schwarze und weiße Würfel und eine Spielanleitung. Letzte gibt erfolgreich wieder, was bei Ubongo - Das Würfelspiel zu tun ist.

Man würfelt pro Spieler je einen schwarzen und weißen Würfel. Sie zeigen auf ihren Seiten die aus dem traditionellen Ubongo bekannten geometrischen Figuren. (Auf den schwarzen Würfeln befinden sich tendenziell die größeren Formen.) So schnell es geht, grabscht sich jeder je einen Würfel in beiden Farben und versucht, die auf den Würfeln angezeigten Formen in seine Puzzlefläche einzutragen (zu malen). Wer nach mehreren Würfen seine Form als erster gefüllt hat, gewinnt die Puzzlefläche und erhält so viele Punkte, wie Spieler teilnehmen. Alle anderen würfeln weiter, bis auch sie fertig sind, und erhalten immer einen Punkt weniger. Wenn alle sechs Puzzleflächen durchgespielt wurden, endet Ubongo - Das Würfelspiel und es gewinnt, wer in Summe die meisten Punkte hat.

Abgesehen von der Phase, in der sich alle möglichst schnell zwei Würfel schnappen, geht es bei Ubongo – Das Würfelspiel eher gemächlich zu. Denn wenn man die Würfel erst mal hat, kann man sich mit dem Ausmalen Zeit lassen. Dabei ist gerade der kurze Augenblick, in dem alle Spieler hektisch die ihnen fehlenden Teile aus den Würfeln heraussuchen, das Lustigste bei Ubongo - Das Würfelspiel. Zwar sind die ersten beiden Würfe, die für eine Puzzlefläche stattfinden, noch nicht so ausschlaggebend, weil fast alle Formen noch untergebracht werden können. Doch wenn nur noch wenige Felder frei sind, erreicht das Gezanke um die Würfel seinen Höhepunkt. Davon lebt das Spiel auch, denn alles andere ist eher fad. Der Reiz, den Uropa Ubongo dadurch entfaltete, dass man mit dem, was man hat, auskommen muss und man auch noch weiß „Es muss gehen – nur wie?“, dass man mit dem linken Auge schon auf die benötigten Steinchen schielte, während das rechte noch das Puzzle kontrollierte – das alles vermisst man hier gänzlich. Früher oder später würfelt man eben das, was in die Lücke passt. Fertig.

Da kam beim Spielen nicht so recht Freude auf. Es fehlt an Spannung. Vielleicht ist Ubongo – Das Würfelspiel ob seines praktischen Formats ein guter Reisebegleiter, der im Rucksack den Weg auf die Almhütte findet. Aber ansonsten ist es leider keine Alternative zum Original.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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