Geschlechterspiel: der kleine Unterschied

Wenn Mann Geburtstag feiert

ein Spiele-Artikel von Axel Bungart - 17.11.2014
Axel Bungart
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dieser Beitrag in unserem Spiele-Blog bei seiner Leserschaft zu 100 % Kopfschütteln auslösen wird. Die eine – bevorzugt weibliche - Hälfte schüttelt sich über den Inhalt, die andere – eher männliche – Hälfte wundert sich über die erste Hälfte.

Eine der weltbewegenden Fragen ist doch unzweifelhaft: Wie feiert man seinen Geburtstag?

Leicht findet man noch Gründe sowohl dafür, seinen Geburtstag im engsten Familienkreis als auch mit Freunden zu feiern. Nichts gegen ein Essen Tête à Tête (à Tête ...) mit Frau (und Kind/ern). Aber immerhin hat ja so ein Abend in geselliger Runde auch was Nettes. Man isst, trinkt, quatscht, lacht. Und dann? Könnte man nicht auch eine Runde spielen? Oder zwei? Vielleicht gleich einen Spieleabend draus machen. Wenn man schon mal so jung zusammenkommt, und wo doch die Freunde auch gerne spielen. So könnte ein richtig netter Geburtstagsabend aussehen. Und da scheiden sich dann die Geister. In männliche und weibliche. 

Von wegen "Gender Mainspieling": Am Geburtstag trennen sich die Vorlieben von Männern und Frauen

Gesetzt den Fall, mein Geburtstag fiele zufällig auf einen Tag, an dem regulär ein Spieleabend stattfände, frohlockte ich über das äußerst glückliche Zusammentreffen und die geradezu perfekte Geburtstagsunterhaltung. Wenn man aber über sowas philosophiert, löst das bei den Zuhörern exakt jene eingangs beschriebene Reaktion aus. Damen in der Runde schütteln fassungslos und mit offenem Mund den Kopf. Herren lächeln ungläubig ob der konsternierten Damen.

Ist das jetzt ein Frage des Gender? Müssen Frauen so reagieren? Oder Männer? Auffallend - aber nur bedingt komisch - ist ja schon, dass, egal wo man solch' eine Philosophie verbreitet, die Mädels eher verständnislos und die Jungs zustimmend reagieren. „Du kannst doch nicht …!“ steht „Ist doch Dein Geburtstag.“ standfest gegenüber. Dazwischen der Graben der Geschlechterrolle.

Wenn man zur Lösung dieses schier ausweglosen Dramas eine Empfehlung abgeben möchte, dann jene, diese Diskussion mit Hoffnung auf ein gemeinsames Ziel nicht bis zum Ende auszutragen. Da tun sich sonst nur weitere Abgründe auf, die das ursprüngliche Thema glatt in Vergessenheit geraten lassen. Von Konsens keine Spur. Unsere Gene geben das irgendwie nicht her.

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