Celtica

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.12.2006
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Celtica von

Vor langer Zeit wurden die magischen Amulette der Kelten von herumwütenden Heerscharen von Wikingern zerstört und die Einzelteile im ganzen Land verstreut. Die Spieler schlüpfen nun in die Rolle von mutigen Abenteurern, die sich aufmachen, die verloren gegangenen Amulett-Teile wieder zu finden und aus immer neun Einzelteilen ein magisches Amulett zusammenzustellen. Bei dieser bedeutsamen Aufgabe werden die Spieler von den fünf verschiedenfarbigen Druiden unterstützt. Wer am Ende die meisten Amulette findet, gewinnt und soll neuer Kelten-König werden.

Das Spiel verläuft über mehrere Durchgänge, in denen jeder Spieler fünf verschiedenfarbige Druidenkarten zum Ziehen der Druiden erhält. Das Besondere ist, dass diese Druiden keinem Spieler zugeordnet sind, sondern jeder Spieler darf jede Druidenfigur entsprechend der Anzahl der ausgespielten Druidenkarten bewegen.

Auf der Suche nach den verloren gegangenen Amulett-Teilen führt die Reise der Druiden quer durch das ganze Land. In weit abgelegene Dörfer, Burgen und Klöster, wo sich dann auch immer wieder Teile der begehrten Amulette finden lassen. Der Weg führt oft auch an Ruinen vorbei. Hier lauern jedoch die Wikinger im Hinterhalt, diese schlagen erbarmungslos zu und nehmen dem Spieler schon mal wieder kostbare Amulett-Teile ab.

Haben alle Spieler ihre fünf Druidenkarten ausgespielt, endet dieser Durchgang und alle Spieler erhalten wieder fünf neue Karten, damit die Reise weitergehen kann. Es müssen immer alle fünf Druidenkarten ausgespielt werden und entsprechend mit dem jeweils gleichfarbigen Druiden gezogen werden. So kann es durchaus vorkommen, dass man auf einmal keine andere Wahl mehr hat, und mit dem farblich verbliebenen Druiden auf eine Ruine ziehen muss. Dadurch kann das scheinbare Privileg, einen Druiden ziehen zu können, mitunter recht unangenehm ausfallen.

Auch wenn einem die Wikinger gnadenlos die Amulett-Teile abnehmen, kann man aus diesen unangenehmen Begegnungen Erfahrungskarten mitnehmen, welche während dem Spiel und am Ende auch taktisch eingesetzt werden können. Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Glücksanteil in diesem Spiel doch sehr groß ist. Allzu oft ist man den jeweils ausgeteilten Karten ausgeliefert oder muss tatenlos zusehen, wie die Mitspieler die Druiden quer durch das ganze Land scheuchen und so jede eigene Planung zunichte machen. All die Strategen unter den Spielern sollten deshalb am besten einen großen Bogen um das Spiel machen, denn Celtica ist ein typisches Familienspiel ohne allzu große Spieltiefe. Dies soll an dieser Stelle aber kein Nachteil sein, ganz im Gegenteil – das Spiel macht Spaß! Das wunderschöne Spielbrett und Spielmaterial, die einfachen Regeln und der unkomplizierte Spielablauf ermöglichen einen leichten Einstieg ins Spiel. Es funktioniert bei jeder angegebenen Spieler-Anzahl gleich gut und auch die recht kurze Spielzeit von einer knappen Stunde spricht für ein kurzweiliges Spielerlebnis.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2006
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