Die kleinen Zauberlehrlinge

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 14.05.2011
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Die kleinen Zauberlehrlinge von Reich der Spiele

Es geht heiß her in der alten Zauberküche, denn die kleinen Zauberlehrlinge lernen gerade die Kunst des Zaubertrank-Brauens und müssen dafür jede Menge Zutaten zu den großen Kesseln schleppen. Aber Vorsicht, bloß nicht stolpern!

Die kleinen Zauberlehrlinge spielt man im Schachtelinneren. Dadurch muss man nicht lange aufbauen. Schachtel schütteln, zwei Teile für die Feuerstelle zusammenstecken und schon kann es losgehen. Jeder Spieler bekommt einen Zauberlehrling, einen Zauberstab und vier Zaubertrankzutaten (Kugeln in verschiedenen Farben). Reihum versucht jeder die Zauberzutaten zu den entsprechenden Kesseln zu bringen. Dazu legt man eine Kugel in die Schale, die jeder Zauberlehrling über den Kopf hält und schiebt ihn dann mit dem Zauberstab zum gleichfarbigen Kessel. Vor jedem Kessel liegt ein Zauberstein. Kommt ein Lehrling auf diesen Stein, so kippt er nach vorn und schüttet die Zutaten in den Kessel. Doch das hört sich leichter an, als es ist, denn der Boden der alten Zauberküche ist voller Stolpersteine. Da kann es schon mal vorkommen, dass die Zutaten durch die Küche purzeln, anstatt im Zauberkessel zu landen. Ist es einem schließlich gelungen, die Zutaten in die Zauberkessel zu verteilen, so darf man das Feuer entfachen. Dazu legt man die Feuerkugel in die Schale seines  Zauberlehrlings und schiebt ihn zum Zauberstein vor der Feuerstelle. Mit etwas Glück schmeißt er sie dann mitten hinein und entfacht die Flammen. Wem dies gelungen ist, der hat die Meisterprüfung der kleinen Zauberlehrlinge bestanden und das Spiel gewonnen.

Unter dem Spielplan der kleinen Zauberlehrlinge befinden sich kleine Metallkugeln. Jeweils vier davon sind fest vor den Kesseln und vor der Feuerstelle (die so genannten Zaubersteine) und vier weitere können durch schütteln zufällig auf dem Boden der Hexenküche verteilt werden (die Stolpersteine). Kommt nun eine Figur darüber, so kippt sie durch den leicht abgeschrägten magnetischen Fuß nach vorn, und die Zutaten fallen aus der Schüssel. Doch dabei braucht man viel Fingerspitzengefühl, damit die Zauberzutaten auch wirklich im Kessel landen und nicht in hohem Bogen darüber hinaus fliegen. Die Stolpersteine sorgen für etwas Abwechslung und Spannung bei Die kleinen Zauberlehrlinge, da sie bei jedem Spiel woanders liegen. Hat man ihre Position herausgefunden, so kann man sie mit etwas Geschick umschiffen. Man sollte jedoch darauf achten, dass Kinder, die vorher dort gestolpert sind, ihre Figuren auch gerade nach oben wegziehen, da sich sonst die Lage der Steine wieder ändert.

Spieltechnisch ist das auch schon alles, worum es bei Die kleinen Zauberlehrlinge geht: Schieben und hoffen, dass die Kugeln dort landen, wo sie hin sollen. Das interessante dabei ist, das es zwar hauptsächlich auf Geschick und Feingefühl ankommt, man aber trotzdem mit allen Altersgruppen spielen kann, ohne dass jemand einen Nachteil hat. In unseren Spielrunden kam es durchaus vor, dass die Fünfjährigen all ihre Zutaten verteilt hatten und munter mit der Feuerkugel durch die Küche fegten, währen die älteren Kinder und Erwachsenen noch auf fast all ihren Zutaten hockten. Allerdings gab es auch Runden, in denen es keinem Spieler gelingen wollte, seine Zutaten in die Kessel zu befördern, was nach fünf Durchgängen dann doch etwas frustrierend wurde.

Besonders schön an Die kleinen Zauberlehrlinge ist die Gestaltung. Ähnlich einem Puppenhaus fühlt man sich gleich in die Hexenküche hineinversetzt. Die Figuren sind hübsche kleine Charaktere. Endlich einmal kein Streit darum, wer blau sein darf. Bei uns sah sogar jeder einer Figur besonders ähnlich, aber das ist wohl eher Zufall. Das Beste für die Kleinen jedoch ist das Feuer. Wenn man die Kugel in der Feuerstelle versenkt, und die Flammen hoch ploppen, sind sie derart begeistert, dass es zum Schluss ganz egal ist, ob man nun verloren hat oder nicht. Hauptsache, man kann es auch einmal versuchen. Mit so einfachen Dingen kann man Kinder begeistern und das ganz ohne Batterien und Krach.

Wertung: 
Bewertung gut
Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Grafik: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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