Ab ins Bett, Nils

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 17.01.2010
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Ab ins Bett, Nils von Haba

Der Tag ist schon fast vorüber und für kleine Nilpferde ist es Zeit, ins Bett zu gehen. Doch Nils fällt immer noch etwas ein, was er unternehmen möchte.

Variante 1: das Farbspiel. Der Spielplan wird in der Tischmitte bereitgelegt. Auch das Bett von Nils findet seinen Platz darauf. Auf dem Plan sieht man neun Felder, zu denen es passende Karten gibt. Die Karten werden auf die Felder verteilt und Nils auf ein beliebiges Feld gestellt. Der Spieler, der am längsten geschlafen hat, darf beginnen und würfelt. Zeigt der Würfel ein Bett, wird Nils direkt von Papa Hippo ins Bett gesteckt oder bleibt dort, wenn er im Spielverlauf schon drin liegt. Ist ein roter, gelber oder blauer Punkt zu sehen, wird Nils auf das passende Feld auf dem Spielplan gestellt und die Karte gezogen. Der Spieler sagt laut, was er auf der Karte sieht, und darf sie vor sich ablegen. Auf den Karten sind die Tätigkeiten abgebildet, die Nils noch gerne tun möchte. Zeigt der Würfel ein Bild von Nils, darf er auf ein beliebiges Feld mit Karte gestellt werden und die Karte wird vom Spieler an sich genommen. Der nächste Spieler ist an der Reihe und das Spiel endet, sobald alle Karten vom Spielplan verteilt sind. Alle Kinder stapeln ihre Karten und das Kind mit dem höchsten Stapel gewinnt.

Variante 2: das Memospiel. Hier werden zu Beginn die Karten verdeckt um den Spielplan herumgelegt. Das erste Kind würfelt und steckt Nils mit dem Bettsymbol sofort ins Bett. Wird ein Farbpunkt gewürfelt, wird Nils auf ein passendes Feld gestellt und die Karte gesucht, auf der das Gleiche abgebildet ist, wie auf dem Feld auf dem Nils steht. Dazu deckt man eine Karte auf. Wurde die richtige Karte gefunden, darf man diese vor sich ablegen. Wird beim würfeln ein Nilsbild geworfen, darf man die Figur auf ein beliebiges Feld setzen und muss dann die entsprechende Karte finden. Der nächste Spieler ist an der Reihe und das Spiel endet, sobald alle Karten vom Spielplan verteilt sind. Alle Kinder stapeln wieder ihre Karten und das Kind mit dem höchsten Stapel gewinnt.

Ab ins Bett Nils, ist an sich eine schöne Spielidee, aber nicht geeignet, um Kids eher ins Bett zu bekommen. Denn es handelt sich nicht wie vielleicht vermutet, um Erziehungshilfen oder Gutenachtgeschichten, sondern viel mehr um zwei kleine Spielvarianten. In der ersten Variante geht es darum, Farben zuzuordnen und zu benennen, was Nils noch gerne vorm Schlafen tun würde. Da die Auswahl mit neun Karten aber sehr begrenzt ist, kommt bei den Spielern schnell Langeweile auf. An der Stelle wäre es noch spannender gewesen, zum Beispiel pantomimisch darzustellen, was Nils gerne tun würde. In Variante zwei geht es um das Zuordnen der Bilder auf dem Spielplan und den Karten. Auch hier ist die Auswahl von neun Karten nicht gerade riesig, was das Spiel nicht unbedingt zu einem richtigen Memospiel macht.

Ab ins Bett Nils ist zwar eine lustige Storyidee, die aber viel zu wenig ausgenutzt wurde, um das Spiel besonders hervorzuheben. Spiele dieser Art gibt es schon viele und Ab ins Bett Nils bietet zu wenig Material, um es als ein attraktives Lernspiel zu nutzen, von dem man auch beim zweiten Spielen noch einen Lerneffekt hat. Positiv ist einzig und allein das Spielmaterial und die lustigen Bilder. Es ist vielleicht noch etwas für Spieler, die sich nur kurz konzentrieren können, oder als Reisespiel geeigent.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
3 - 6
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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