Buttons

Knöpf's dir vor!

eine Spielerezension von Mathias Rekasch - 07.04.2016
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Buttons - Familienspiel - Foto von Noris Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Für Verlag, Redaktion und Grafiker geht ein Plan bei der Gestaltung eines neuen Spieles vor allem dann schon auf, wenn das Cover direkt eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich für meinen Teil kann dies dem Spiel Buttons von Autor Benjamin Schwer, welches grafisch von Andrea Hofbeck in Szene gesetzt  und bei Noris Spiele erschienen ist, auf jeden Fall attestieren. Vor allem meine Mitspielerinnen und die mitspielenden Kinder in meinen Runden haben sich für dieses Spiel interessiert, was natürlich ein leichter Einstieg in ein neues Spiel ist. Die zweite Hürde ist dann natürlich das Spiel beziehungsweise sein Mechanismus und die Spielbarkeit.

Wie wird Buttons gespielt?

Getreu dem Untertitel „Knöpf’s dir vor!“ sind durchsichtige Knöpfe aus Plastik und aufgedruckte bunte Knöpfe auf den Spielertableaus ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Komplettiert wird das Material dann durch vier Knopfkarten, welche die Spielerreihenfolge festlegen, gelbe Holzsterne und sechs Würfel. Unter diesen sind je ein weißer und schwarzer Würfel mit goldenen Augen und vier weitere schwarze Würfel mit weißen Augen.

Bin ich an der Reihe, kann ich entweder würfeln oder aber aussteigen. Sollte ich würfeln, so muss ich anhand der Augenzahlen einen durchsichtigen Knopf nach bestimmten Regeln auf meinem Tableau platzieren. Der weiße Würfel gibt dabei zwingend die Reihe vor, einer der schwarzen Würfel meiner Wahl wird für die Spalte ausgewählt. Auch als nicht aktiver Spieler kann ich so einen Knopf platzieren, darf dann aber nur die beiden Würfel mit den goldenen Augen verwenden. Dieser Mechanismus könnte vielen schon aus dem Spiel Qwixx bekannt sein. Kann ich nach dem Würfeln keinen Knopf entsprechend der Legeregeln platzieren, habe ich mich verzockt und muss neben allen Knöpfen auf meinem Tableau auch einen Würfel mit weißen Augen entfernen.

Steige ich stattdessen rechtzeitig aus, nehme ich ebenfalls einen schwarzen Würfel mit weißen Augen aus dem Spiel und darf die restliche Runde nicht mehr legen. Sind meine Mitspieler und ich ausgestiegen oder haben sich verzockt, endet die Runde. Sollte ich rechtzeitig ausgestiegen sein, so bekomme ich dann eine, je nach gelegten Knöpfen, erspielte Anzahl an Sternen, die ich auf mein Tableau lege, und eine neue Runde beginnt. Habe ich es geschafft, entweder eine Reihe aus fünf Sternen oder insgesamt mindestens zwölf Sterne vor mir liegen zu haben, gewinne ich das Spiel.

Wie gut ist Buttons?

In meinen hauptsächlich familiär geprägten Runden kann Buttons als recht glückslastiges, aber auch mit einer leichten Taktik ausgestattetes Würfelspiel durchaus punkten. Der Reiz, immer noch einen Schritt weiterzugehen, um den anderen einen Schritt voraus zu sein, wird durch die Berechnung der Sterne nochmals unterstützt. Denn nur, wenn ich zum Beispiel Knöpfe auf identischen Farben oder gar meiner aktuellen Knopfkartenfarbe platziert habe, bekomme ich überhaupt mehrere davon. Dieser Mechanismus führt nicht selten dazu, dass man sich verzockt und umso schneller abgehängt wird. Hier gilt es, gut zu planen oder vielleicht etwas vorsichtiger zu agieren, wenn - ja, wenn denn nicht einen der Kontrahenten plötzlich die Glücksfee geküsst hat. Hänge ich dann deutlich zurück, sinkt auch nicht selten der Spielspaß, da noch mehr Risiko selten zum Erfolg führt und dann doch in Frust enden kann.

Das Material ist im Grunde in Ordnung, jedoch können Knöpfe und Sterne bei Unachtsamkeit gerne mal verrutschen. Auch gibt es immer wieder Mal Probleme damit, die durchsichtigen Knöpfe zu erkennen. Schaue ich hier nicht genau genug auf mein Tableau, ist plötzlich ein Knopf dort, wo keiner sein darf. Allzu sehr fällt dies jedoch nicht ins Gewicht, zumal man sich darauf einstellen kann. Zu zweit spielt man mit zwei Knopfkarten, aber nur einem Tableau, was eine gute Variante ist und vernünftig funktioniert.

Auch mit jungen Mitspielern entsprechend der Altersangabe funktioniert Buttons problemlos. Die sehr einfachen und mit Beispielen versehenden Regeln sind schnell erklärt und umgesetzt. Einzig vielleicht die Tatsache, dass ich als ausgeschiedener Spieler auch einen Würfel aus dem Spiel nehmen muss, wird nicht immer sofort bedacht. Auch muss ich hier nochmals den oben erwähnten Frustfaktor nennen, der schon stören, bei Würfelspielen aber eben auch nicht selten auftauchen kann.

Damit kann ich das Spiel tendenziell Familien und Runden empfehlen, die für leichte und schnelle Spiele zu begeistern sind. Grübler oder Strategen werden eher nicht angesprochen oder greifen dann doch zu Spielen wie dem besagten Qwixx, welches vor allem mit seinen Varianten dann doch deutlich vielseitiger ist.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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