Das Schwarze Auge: Der Preis der Macht

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 30.06.2002
Das Schwarze Auge: Der Preis der Macht
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Man kann schon neidisch sein. Diese Edelleute und Oberen des Reichs. Haben sie doch kaum etwas zu tun, außer vielleicht Entscheidungen zu treffen und ihren Stolz durch die Gegend zu tragen. Dazu sind sie reich an Besitz und Macht. Müssen sich ihre Stellung nicht erarbeiten, werden sie doch schon von edlem Geblüt geboren. Man kann eben schon neidisch sein ...

Genau das ist der Preis der Macht. Missgunst und Neid sind eine brisante Mixtur, die den Edelleuten zu einer Gefahr werden können. Der Abenteuerband beschäftigt sich mit vier solcher Fälle, in denen die beneideten zu Opfern werden. Was liegt da näher, als einige unverbrauchte Helden zu Hilfe zu schicken?

Die vier Kurzabenteuer sind gut durchdacht und schön ausgeschmückt. Vier verschiedene Geschichten werden geboten, die natürlich von willigen meistern zu einer Kampagne zusammengefasst werden können. Die örtliche Nähe der Schauplätze ist gegeben, sind doch "Droler Spitzen", "Asseln im Gemäuer", "Der Dämonenfürst" und "Das Erbe Gerons" alle im Lieblichen Feld angesiedelt. Allerdings muss dann genau auf die Zusammensetzung der Gruppe geachtet werden, da die Geschichten unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Zwischen Stadt- und Wildnis, zwischen Detektivarbeit und Kampfeskunst wird insgesamt so ziemlich alles gefordert, was ein junger Held können muss.

Die Abenteuer selbst sind gut geschrieben, erweitern atmosphärisch das Wissen über das Liebliche Feld und helfen auch unerfahrenen Meistern, ohne großen Spielspassverlust das Abenteuer zu leiten. An entscheidenden Stellen gibt es bei Dummheit oder Unwillen der Helden "Notfall-Hilfen", die das Abenteuer wieder auf den richtigen Weg bringen. Für Spaß dürfte gesorgt sein, doch ob die Helden nach dem Abschluss der Abenteuer immer noch neidisch auf die Edelleute sein werden, ist eher fraglich. Vielleicht zieht man doch besser das etwas unkomfortablere Abenteuerleben vor?

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