Error

eine Spielerezension von Jörn Frenzel - 14.04.2021
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Error - Ausschnitt - Foto von Jörn Frenzel
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Error? Kommt da zum zweiten Mal ein Spiel daher, was beim ersten Mal schon nicht ausgereift wirkte und so einige Gemeinsamkeiten mit bekannten Titeln hatte? Das Cover wirkt ähnlich und der Titel ebenso. Na toll, denke ich, versuchen wir uns ein nächstes Mal an eine Erweiterung für Mau-Mau und Zusatzkarten; aber wie ein Wunder, diesmal wurde es besser. Die Karten von Error von Michael Wybierek haben immer noch eine fragwürdige Grafik und wieder sind zwei Spiele in einer Schachtel. Es forderte schon einige Überzeugungsarbeit, meine Mitspieler wieder zu einem vom äußeren her ähnlichen Spiel zu bekommen. Aber siehe da, diesmal wurde es anders!

Spielablauf von Error

Error - Spielkarten - Foto von Jörn Frenzel

Das erste Spiel in der Schachtel hat Parallelen mit Error Crash und zwar in der Abrechnung. Denn wieder rechnen wir nach demselben Schema ab und gewisse Runden bringen doppelte Minuspunkte und manche eben doppelte Punkte. Wie kommt man nun dazu?  Jeder Mitspieler bekommt fünf Handkarten und legt eine verdeckt davon vor sich ab. Und nun der Einfachheit halber: Der höchste Zahlenwert gewinnt und bekommt den Stich. Manche Karten weisen wiederum Symbole auf, die den Stich verändern, da die Symbole als erstes abgehandelt werden. Dabei gibt es: Jede Karte wird an den nächsten Spieler übergeben, alle Handkarten werden gemischt und neu ausgeteilt, eine Karte nachziehen, die niedrigste Zahl gewinnt oder alle Karten sind gleich und jeder zieht eine Karte vom Stapel und die höchste gewinnt dann. Nach fünf Runden endet die Runde und jede Karte ist einen Punkt wert.

Error - Spielszene - Foto von Jörn Frenzel

Das zweite Spiel ist schon komplexer. Jeder Spieler bekommt ein Lebensblatt mit den Zahlen 1 bis 0 und dann sieben Karten auf die Hand. Am Ende gewinnt der der übrig bleibt, denn die Zahlen auf dem Lebensblatt werden abgestrichen. Das läuft so, dass jeder Spieler versucht, eine Karte mit höheren Wert auf den Ablagestapel zu legen. Ist das nicht möglich, kann man sich mit den Symbolen vielleicht noch retten oder aber streicht die jeweiligen Zahlen auf der abgelegten Karte auf seinem Lebensblatt ab. Ist das nicht möglich, streicht man eine andere Zahl dafür ab. Die Symbole bedeuten in dieser Version: Ändere die Spielrichtung in die kleiner werdene Richtung, man kann eine Karte auch drauflegen, wenn eine Ziffer auf der bereits auf dem Ablagestapel liegenden Karte steht, man kann beim nächsten Spieler eine Zahl auf seinem Lebensblatt durchstreichen. Man muss keine Zahlen durchstreichen, wenn die Farbe der Karte gleich ist, oder man kann sich retten, wenn man noch eine Karte vom Stapel zieht und die muss dann höher als die vorherige sein.

Abrechnungstafeln von Error - Foto von Jörn Frenzel

Macht Error Spaß?

Ja, die Erfahrung mit Error... war dann doch so ganz anders als beim Vorgänger. Diesmal wirkt alles etwas durchdachter, wir hatten sogar Spaß und das Spiel verdient es, in der Sammlung zu bleiben. Diesmal sind die Karten nicht ganz so wirr gestaltet wie bei Error Crash. Die Anleitung weist noch einige Rechtschreibfehler auf und auch eine Altersangabe auf dem Cover wäre angebracht. Letztendlich finden wir in der Packung bei der ersten Spielversion ein aufgepimptes Krieg und Frieden - wer das Spiel noch aus Kindertagen kennt. Nur spielte man das nur mit normalen Skatkarten. Aber der Spaß war damals schon vorhanden und die Parallelen sind nicht zu verschweigen. Die Symbole geben noch etwas mehr Würze dazu.

Die zweite Version ist ein interessantes Ablagespiel und selbst meine Vielspieler waren durchaus angetan. Es ist nichts, was man immer wieder hintereinander spielen möchte, aber eben doch ab und zu mal. Und dann weiß Error zu gefallen. Nichts wirkt hier so aufgepimpt wie bei Error Crash und eben diese neue Schlichtheit bekommt dem Kartenspiel gut.

Error - Schachtel - Foto von Jörn Frenzel

Es hat nichts was es nicht schon einmal gab, aber es hat einen gewissen Spielreiz, macht Spaß und hat ein paar nette Elemente. Die Interaktion bei beiden Spielen ist hervorragend und lässt Spannung aufkommen. Wenn sich Michael Wybiereks Kartenspiele weiter so entwickeln, kann man gespannt sein. Und vielleicht werden die beiliegenden Blöcke irgendwann auch mal professioneller, aber sie sind für einen Kleinverlag völlig in Ordnung.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Spieldauer (Minuten): 
10-20
Jahrgang: 
2020
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Fotos
Abrechnungstafeln von Error - Foto von Jörn Frenzel
Error - Spielkarten - Foto von Jörn Frenzel
Error - Spielszene - Foto von Jörn Frenzel
Error - Schachtel - Foto von Jörn Frenzel
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