Escape Room - Das Spiel: The Magician

Erweiterung

eine Spielerezension von Riemi - 09.11.2019
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Escape Room - Das Spiel: The Magician - Ausschnitt - Foto von Noris
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Stellt euch vor, ihr bekommt freien Eintritt zu einer Zaubershow des Magiers Flaubert Moudin. Kennt zwar keiner von euch, aber was soll bei einem Mann mit Zylinder, schließlich sieht er ja aus wie Mr. Tom, schon schief gehen. Wenn er nichts kann, könnt ihr ja wieder gehen. Nanu, wer lacht denn da so irre?. Doch genau das gestaltet sich als schwierig. Um noch einen drauf zu setzen, es stellt sich heraus: Der Zauberhoschi hat sie nicht mehr alle und will einen von euch als Assistent für einen nicht ganz ausgereiften Trick in einem tiefen Wasserbassin benutzen. Eure Aufgabe ist es – ihn zu retten und den - Donald Trump würde sagen: sehr, sehr verrückten, bösen, bösen - Magier innerhalb von 60 Minuten zu entkommen.

Wie schwer ist das Entkommen bei The Magician?

Escape Room - Das Spiel: The Magician - Material - Foto von Noris

The Magician ist eine Erweiterung zu Escape Room – Das Spiel von Noris. Der Chrono Decoder aus dem Grundspiel ist ein Timer mit Musik an dessen Seiten sich Codes zum lösen von Rätseln befinden. Insgesamt sind drei Aufgaben bei The Magician zu lösen. Vier Schlüssel sind pro Aufgabe in der richtigen Reihenfolge in den Chrono Decoder zu stecken, um das Theater heil wieder zu verlassen.

Damit man nicht eine Stunde rumsitzt und sich ärgert, weil niemand auf irgendwas kommt, darf man, von Zeit zu Zeit, eine Hinweiskarte lesen. Sie helfen durch das Spiel. Für ganz Verzweifelte sind zwei Lösungskarten für die ersten beiden Rätsel im Spiel enthalten. Das ist aber kein Muss. Hardcore Escape Fans können auf die Hinweis- und Lösungskarten gerne verzichten.

Der Schwierigkeitsgrad ist mit 3,5 von 5 angegeben. Allerdings ist diese Angabe eher verwirrend, da es auf die Escape-Spiel-Erfahrung ankommt. Wer die hat, braucht sich vor The Magician nicht zu fürchten. Alle anderen werden sich während des Spiels an das Gefühl einer Klassenarbeit erinnert werden, auf die man sich so überhaupt nicht vorbereitet hat. Die Hinweiskarten geben dann einem das Gefühl abzugucken. Es geht danach zwar weiter, aber es ist keine Freude. Das ist durchaus gewollt bei einem Escape Spiel. Frust gehört zwischendurch dazu. Nach einem knappen gewonnen Spiel kann es deswegen passieren, dass alle aufspringen und sich in die Arme fallen. Wer es nicht geschafft hat, ärgert sich klotzig - ungenügend setzen. Wer mag kann sich danach auf der Webseite zum Spiel die Musterlösung (sieht aus wie von einem Klassenstreber geschrieben) anschauen und sich noch mehr ärgern. Oder aber den Timer erneut starten, um das Abenteuer noch mal mit mehr Wissen anzugehen.

Wie gut ist diese Herausforderung?

Escape Room - Das Spiel: The Magician -Schachtel - Foto von Noris

Escape-Room-Spiele mag man, oder man mag sie nicht. Dazwischen ist wenig Platz. Was bei einem Spiel mit der Escape-Room-Serie von Noris niemals fehlen darf ist, wenn keine ausreichend starke Leuchtquelle vorhanden ist, mindestens eine Taschenlampe. Ohne sie kann es dann zum Beispiel mühselig werden, die Codes auf dem Decoder oder die Kennzeichnungen auf den Schlüsseln abzulesen. Dazu, einen dunkel gehaltenen Plan ausreichend auszuleuchten, hilft auch. Sonst können Details gerne übersehen werden. Ein Schreibblock und Stift für jeden darf auch nicht fehlen.

Der Sound von dem Chrono Decoder geht einigen Mitspielern (O-Ton) "richtig auf die Eier". Es ist leider kein Lautstärkeregler vorhanden. Wen das überhaupt nicht stört oder schwerhörig ist, kann sich noch zusätzliche Soundunterstützung von der oben genanten Internetseite holen und durch Lautsprecher noch verstärken. Vielleicht werden dadurch sogar die Nachbarn neugierig und wollen das nächste Escape-Abenteuer mitspielen – oder es kommt die Polizei.

Anmerkung: Die Taschenlampe in Kombination mit einer Lesebrille wird auch gebraucht, um die Verantwortlichen White Castle/Team Identy Games und das Illustratorteam (?) Joker Design auf der Spieleschachtel und Regel zu finden. Warum? Haben die ihre Arbeit nicht gut genug gemacht oder gehört das zum Escapespiel? Nicht nur mich regt das auf und es ist einfach ein schlechter Stil, mit Kreativen so umzugehen.  

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
16
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Escape Room - Das Spiel: The Magician - Material - Foto von Noris
Escape Room - Das Spiel: The Magician -Schachtel - Foto von Noris
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