Extrem Memo

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 04.09.2010
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Extreme Memo von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Eddi Einbrecher, der schlechteste Ganove der Welt, will seine Chance nutzen und beim jährlichen Ganovenwettbewerb gewinnen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn dazu muss er auch Hubertus Langfinger, der überall als Meisterdieb bekannt ist, besiegen.

Das Spiel besteht aus zwei separaten Memo-Sets, dem Blauen mit Eddi Einbrecher und dem Grünen mit Hubertus Langfinger auf der Rückseite. Die Spiele werden nacheinander gespielt. Jedes Spiel besteht aus einundzwanzig Ganovenkarten, auf denen, im Gegensatz zu normalen Memorykarten, gleich zwei Symbole abgebildet sind.  Wie im original Memory deckt man eine Karte auf und sucht dann das gleiche Symbol auf einer anderen Karte. Allerdings muss man nur eines der beiden Symbolen finden, welches ist egal.  Dazu kann man dann entweder eine weitere Karte aufdecken, oder vermuten, dass ein Mitspieler die Karte mit dem entsprechenden Symbol bereits besitzt. Hat man ein Paar gefunden, bekommt man es und darf es verdeckt vor sich ablegen, wenn nicht, hatte man eben Pech und der nächste Spieler ist an der Reihe. Wer am Ende die meisten Karten hat, bekommt ein Beutesäckchen als  Belohnung und die nächste Runde, mit dem anderen Kartensatz, beginnt. So wechseln sich Blaues und grünes Memo-Set ab, bis jemand zwei Beutesäcke erbeutet hat und das Spiel gewinnt.

Man sollte meinen, Extrem Memo bedeutet, dass es ein extrem schweres Memo-Spiel ist, aber genau das Gegenteil ist hier der Fall. Die Symbole sind sehr gut zu unterscheiden, man braucht nur eins der zwei abgebildeten Symbole zu finden, dadurch hat man doppelt so viel Chancen, wie in einem normalen Memoryspiel und einundzwanzig Karten sind auch nicht gerade viel. Schön ist aber, dass man seinem Gegner die Karten wieder abluchsen kann, wenn man sich gemerkt hat, was noch so darauf zu sehen ist. Wenn man dann noch die schwierige  Variante spielt, bei der man für falsches tippen eine Karte abgeben muss, kann das den sicher geglaubten Sieg schon ganz schön ins Wanken bringen. Allerdings fragt man sich zwischendurch schon, was das ganze denn nun mit Einbrechern zu tun hat. Den einzigen Hinweis darauf bietet die Tatsache, dass Eddi mal wieder nur wertloses Zeug, wie Quietscheente und Blumentopf erbeutet hat, während auf Hubertus‘ Karten Geld und teurer Schmuck zu sehen sind. Ansonsten ist das ständige hin und her Gewechsel zwischen den zwei Kartensets eher etwas nervig. Aber das machen die liebevoll gestalteten Karten wieder wett.

Ein etwas anderes Memo-Spiel, dass zwar nicht extrem schwierig ist, aber trotzdem viel Spaß macht, besonders wenn mehrere mitspielen. Denn dann muss man besonders gut aufpassen, bei wem welches Beutestück gelandet ist, und darin liegt schließlich der Reiz des Spiels.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5 - 99
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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