Gangster City

eine Spielerezension von Steffi Münzer - 22.09.2018
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Spiel Gangster City, Foto: Steffi Münzer
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Komissar Kätsch hat heute wieder besonders schlecht Laune und faltet seine Untergebenen ordentlich zusammen. Die Verbrechensrate steigt und er will Ergebnisse! Keine Fehler! Aber zack, zack! Das kurzweilige Deduktionsspiel Ganster City von Henrik Larsson und Kristian Amundsen Østby von HUCH! richtet sich an einen bis sechs Spieler ab zehn Jahren. Ob das Spiel nur ein schöngeföhntes Cluedo ist, lest ihr hier.

Wie wird Gangster City gespielt?

Das Spiel umfasst 54 individuelle Fallkarten. Diese enthalten jeweils die Merkmale Täter, Waffe, Tatort und Motiv. Die Fallkarten werden gemischt und jeder Spieler erhält eine Karte, die er mit einem Standfuß in Richtung seiner Mitspieler aufstellt. In der Mitte liegen drei offene Karten und ein Nachziehstapel. Der jüngste Spieler beginnt und wählt eine Karte aus der Mitte. Die Mitspieler geben nun an, wie viele Merkmale der gezogenen Karte mit der Fallkarte des Spielers übereinstimmen. Auf allen Karten finden sich Markierungen von 0 bis 3, der Spieler dreht die Zahl der übereinstimmenden Merkmale in seine Richtung. So kann er die Antwort später nachvollziehen. Die Mitte wird wieder aufgefüllt und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Möchte ein Spieler seinen Fall lösen, spricht er zu Beginn seines Zuges seinen Verdacht aus. Liegt er richtig, darf er den Fall als gelöst ansehen. Liegt er falsch, ist der nächste Spieler am Zug. Wer zuerst zwei Fälle gelöst hat, gewinnt.

Varianten

Es gibt 22 Extra-Fälle in einer Liste für das Solo- und kooperative Spiel. Zwei bis fünf der Fallkarten und die Merkmale sind vorgegeben und der Einzelspieler oder das Team überlegt, welcher Tathergang die Lösung ist. Das ist auch ein guter Einstieg zum Erklären des Spielprinzips.

Das war es schon?

Das Spiel zu zweit ist leider viel zu schnell vorbei und meistens gewinnt der Start-Spieler. Es braucht im Schnitt drei bis vier Karten zur Auflösung, da zieht der zweite Spieler einfach den Kürzeren. Blättert der ungeduldige Spieler in der Spielanleitung eine Seite weiter, findet er die verschärften Regeln. Diese erlauben auch, einfach mehr Fälle zu lösen.

Fazit: Lohnt sich Gangster City

In der Spielanleitung wird man zunächst vom muffeligen Kommissar Kätsch „motiviert“. Sieht man mal vom konstruiert wirkenden Namen ab, kommt man so gut ins Spiel. Die Regeln selbst sind mit ein paar Handgriffen erklärt und es kann sofort losgehen. Die Karten sind sehr schön illustriert und aus ordentlichem Material. Alleine, zu zweit, im Team oder jeder gegen jeden: Eine flexible Regelgestaltung ist immer ein Vorteil.

Es war der Wissenschaftler im Hotelzimmer mit dem Revolver wegen des Geldes! Na, wer denkt nicht sofort an Professor Bloom aus dem Klassiker Cluedo? Eine gewisse Ähnlichkeit zu Mastermind lässt sich auch nicht abstreiten. Meiner Meinung nach stört dies aber keinesfalls den Spielspaß. Es ist kürzer und knackiger als seine Verwandten und einfach eine frische Ergänzung zu den geliebten Klassikern.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
1-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
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