Hase und Igel

eine Spielerezension von Rainer Fieseler - 31.07.2003
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Hase und Igel von Abacusspiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Nicht immer ist der Schnellste auch der Beste, das ist die Lehre aus der Geschichte von Hase und Igel und dieser Grundsatz liegt auch dem Spiel zu Grunde. Jeder Spieler versucht, als Erster über eine Rennstrecke ins Ziel zu kommen. Jede Vorwärtsbewegung muss man mit Karotten (im Spiel auf Karten dargestellt) bezahlen. Dabei kostet ein Schritt über ein Feld eine Karotte, aber wenn man weiter kommen will, wird es schnell teuer: Zwei Felder kosten drei, drei Felder vier, vier Felder zehn Karotten und so weiter.

Jedes Feld hat dabei eine Bedeutung: Auf Zahlenfeldern passiert zunächst nichts, aber wenn man zu Beginn des nächsten Zuges die Position, die die Zahl angibt, inne hat, erhält man diese Zahl mit zehn multipliziert als Karotten ausbezahlt. Auf Igelfelder darf man nur rückwärts ziehen, dafür gibt's dann aber auch für jeden Schritt zehn Karotten. Hasenfelder, haben eine Art "Ereignisfeld"-Funktion. Auf Salatfeldern muss man aussetzen, darf dafür aber einen Salat fressen. Von denen hat jeder zu Anfang drei und die müssen gefressen sein, bevor man ins Ziel darf. Und dann sind da noch Karottenfelder, auf denen man zehn Karotten erhält oder abgeben darf.

Abgeben? Ja, auch das kann nützlich sein, denn man darf beim Zieleinlauf nicht zu viele Karotten übrig haben. Da ist vorausschauendes Planen gefragt. Überhaupt ist der Zufallsfaktor recht gering, ohne aber dass das Spiel je zu einer Denkorgie ausartet. Auch wer eher aus dem Bauch heraus spielt, ist nicht ohne Siegchancen.

Hase und Igel war 1979 das erste "Spiel des Jahres" und hat im Laufe der Zeit die ein oder andere Modifikation erfahren, ohne dass dabei jedoch der Grundmechanismus verändert wurde. Es hat über die Jahre nichts von seinem Reiz verloren: Die Funktionen der einzelnen Felder sind schnell erlernt, der Spielverlauf nicht ohne Interaktion, aber wenig aggressiv. So kommt das Spiel gerade Wenigspielen sehr entgegen. Es ist ohne Frage eine Bereicherung für jede Spielesammlung.

Hinweis:
Hase und Igel wurde in der Ausgabe von Ravensburger 1979 zum Spiel des Jahres gewählt. Inzwischen ist das Spiel bei Abacus Spiele in einem anderen Design erschienen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2000
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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