Las Vegas

eine Spielerezension von Axel Bungart - 29.03.2014
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Gesellschaftsspiel Las Vegas - Foto aleaspiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Las Vegas ist der Inbegriff für Casinos, Geld, Würfel, für zocken, gewinnen oder verlieren. Und schon sind wir mitten im Spiel, bei dem es ums Würfeln, Zocken, um Glück oder Pech geht. Jeder Spieler hat bei Las Vegas (Alea Spiele) anfangs acht Würfel in einer Farbe, die er nach und nach auf sechs Casinos verteilen kann. In den Casinos gibt es Geld zu gewinnen, mindestens 50.000 Dollar, meistens aber mehr, die auf ein bis fünf Scheine aufgeteilt sind.

So wird Las Vegas gespielt

Wer an der Reihe ist, würfelt einmal, entscheidet sich dann für eine Zahl und sucht sich alle Würfel heraus, die diese Augenzahl tragen (das kann auch ein einzelner Würfel sein). Dann legt er diese(n) Würfel auf das Casino mit derselben Zahl. Er wird sich dabei im Wesentlichen von einer Frage leiten lassen: Wo gibt’s die meiste Kohle zu holen? Neben jedem Casino liegen nämlich Geldscheine, die es für den zu gewinnen gibt, der dort die meisten Würfel ablegen konnte. Häufig sind auch noch für den Zweit- und Drittplatzierten Geldscheine mit niedrigerem Wert zu holen. Dann wird man auch noch seine Würfel dort platzieren, wenn der Erstplatzierte schon in der Überzahl scheint. So geht es weiter, bis keiner mehr Würfel hat. Es folgt eine Auswertung, bei der für jedes Casino ermittelt wird, wer die Mehrheit an Würfeln hat. Derjenige erhält den wertvollsten Geldschein. Gleichermaßen werden die anderen Geldscheine verteilt, sofern vorhanden. Und bei Unentschieden? Zu dumm: Haben zwei oder mehr Spieler dieselbe Anzahl an Würfeln in einem Casino liegen, gehen beide leer aus! Der danach folgende ist lachender Dritter.

Das Spiel wird über vier Runden gespielt. Wer dann das meiste Geld hat, gewinnt.

Wie gut ist Las Vegas?

Las Vegas ist so simpel, dass es in weniger als fünf Minuten erklärt ist. Die Spielregel ist erwartungsgemäß vollständig und eindeutig. Und schon nach den ersten Würfelwürfen ist klar, worum es geht. Jeder hat sofort die dicken Scheine im Visier und versucht sich gleich mal in dem betreffenden Casino breitzumachen (so sein Würfelglück mitspielt), um die anderen abzuschrecken. Die lassen sich aber nicht so leicht einschüchtern – desto weniger, je höher der Geldbetrag ist, um den es geht. Und so beginnen Würfelduelle, die, einem Blutrausch gleich, erst enden, wenn einer ohne Würfel dasteht. Und dann merkt man, dass man mit einem Würfel weniger in zwei anderen Casinos 10.000 Dollar mehr geholt hätte. Der Ehrgeiz halt …

Las Vegas ist ein Glücksspiel

Wie das eben bei Würfelspielen so ist, lässt sich Las Vegas nur bedingt steuern. Mal hat man Glück und die Würfel fallen, wie sie sollen, mal geht man fast leer aus. Mal würfelt man Zahlen, die man nicht braucht und nicht will. Dann wiederum würfelt man eine Zahl mit Ansage, und das Geschrei ist groß. Das Bemerkenswerte an Rüdiger Dorns Spiel ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines gewünschten Ergebnisses mit jedem Würfelwurf kleiner wird, da einem bei jedem Wurf immer weniger Würfel zur Verfügung stehen. Das geht soweit , dass man sich mit seinem letzten Würfel glatt selbst ins Knie schießen kann, wenn man nämlich eine Zahl würfelt, in deren Casino man bis dahin noch mit einem Würfel weniger auf dem schönen zweiten Platz lag und damit das Unentschieden herbei führt, das beide KO haut.

Das Gesellschaftsspiel macht Spaß!

Von all‘ dem lebt Las Vegas, und es macht immer wieder aufs Neue Spaß. Eine Partie dauert in der Regel nicht länger als 15-20 Minuten, womit die Revanche fast schon eingeplant ist. Bei zwei bis vier Spielern kann man eine interessante Variante spielen, bei der Würfel einer neutralen Farbe hinzugenommen werden, die einen weiteren Spieler simulieren. Aber schon zu dritt ist das eigentlich nicht notwendig, da sich genug Berührungspunkte untereinander finden. Las Vegas ist kurzweilig und unterhaltsam und hat einen gehörigen Ärgerfaktor. Die vier Runden sind so schnell vorbei, dass man noch ein zwei mehr spielen möchte, wogegen auch nichts spricht - außer die Spielregel.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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