Oregon

Der Weg nach Westen war weit ...

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 21.12.2008
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Oregon von Reich der Spiele
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

"Der Weg nach Westen war weit ..." lautet der Untertitel von Oregon. Doch zwei bis vier Spieler können sich in das Jahr 1846 zurückversetzen und Oregon besiedeln. Oregon ist auf dem Spielplan dargestellt, der in viele Parzellen aufgeteilt ist, die jeweils aus sechs Feldern unterschiedlicher Landschaftsarten besteht. Die verschiedenen Landschaftsarten sind Wald, Gebirge, Wasser und Bahngleise. Diese Parzellen lassen sich über eine Art Koordinatensystem ansprechen, in dem am oberen und am linken Spielplanrand unterschiedliche Symbole angegeben sind. Diese Symbole finden sich auch auf den Landschaftskarten wieder, von denen man zu Beginn drei auf der Hand hat. Außerdem bekommt jeder Spieler noch eine Gebäudekarte auf die Hand.

Ein Spielzug läuft nun immer folgendermaßen ab: Wer an der Reihe ist, muss immer zwei Karten aus der Hand ausspielen. Dies können entweder zwei Landschaftskarten sein, woraufhin der Spieler dann einen seiner Siedler auf eines der sechs Felder der durch die beiden Landschaftskarten bestimmten Parzelle platziert. Oder es ist eine Landschaft- und eine Gebäudekarte. Dann muss der Spieler das entsprechende Gebäude in der Reihe oder Spalte der Landschaftskarte auf einem passenden Gelände platzieren. Anschließend wird immer eine Wertung ausgelöst. Hat der Spieler einen Siedler eingesetzt, so erhält er Punkte für jedes angrenzende Gebäude. Hat er ein Gebäude gebaut, so erhalten alle Spieler, die mit Siedlern an dieses neue Gebäude angrenzen Punkte. Die Anzahl der Punkte ist abhängig vom Gebäudetyp. So bringt eine Poststation zum Beispiel drei Punkte und ein Hafen sogar vier Punkte ein. Für Kohlegruben und Goldminen erhalten die Spieler verdeckte Spielplättchen, die unterschiedliche Punkte einbringen, sodass die Mitspieler die eigene Punktezahl nicht errechnen können. Einige Gebäude enthalten noch Zusatzfunktionen, mit denen man seinen Joker (kann für eine beliebige Landschaftskarte gespielt werden) oder seinen Extrazugmarker (der Spieler kann einen weiteren Siedler oder ein weiteres Gebäude bauen) reaktivieren kann.

Dadurch, dass die Gebäude für alle Spieler Punkte einbringen, entsteht ziemlich schnell ein Gerangel um die besten Bauplätze, das aber durch die beschränkte Anzahl an Handkarten eingeschränkt wird. So ergibt sich eine nette Mischung, die das Spiel für unterschiedlichste Spielertypen interessant macht. Aber auch die Aufmachung des Spiels ist gefällig. Sowohl der Spielplan, als auch die Spielkarten und Gebäudemarker und die in Farbe und Form an Carcassonne erinnernden Siedlerfiguren sind professionell und ansprechend gestaltet. Oregon ist ein kurzweiliges Aufbauspiel, bei dem sich Glück und Taktik die Waage halten.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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