Simon Air

eine Spielerezension von Arno van Mark - 03.01.2017
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Simon Air - Foto von Hasbro

„Was ist das für ein Lenkrad, Papa?“. Bevor ich antworten konnte, wurde mir das „Lenkrad“ auch schon  aus der Hand gerissen. Und während ich noch mühsam die Bedienungsanleitung aus der Verpackung friemelte, wurde der Simon Air von Hasbro dann auch schon munter bespielt. Das nennt man dann wohl sehr hohen „Aufforderungscharakter“. 

Wie spielt man mit dem Simon Air?

Meine achtjährige Tochter hatte im Trail-and-Error-Verfahren das Spielprinzip schon entdeckt, während ich mich mit der dicken mehrsprachigen Anleitung mühte. Generell dürfte das Spielprinzip aber jeder kennen, der einen Kindergarten besucht hat. Es ähnelt dem Spiel „Koffer packen“  bei dem man sich an die Gegenstände erinnern muss, die sich schon im Koffer befinden. Bei Simon Air werden stattdessen Farbkombinationen vorgegeben, die die Spieler in der richtigen Reihenfolge wiedergeben müssen.  Eine Berührung ist dazu nicht erforderlich, da ein Sensor die Spielerhand erkennt. Solange der Spieler die richtige Reihenfolge einhält, steigert sich der Schwierigkeitsgrad immer um eine Farbe. Zeigt der Simon Air zum Beispiel „Blau“, muss man  die Hand einmal über das blaue Feld halten. Zeigt er „Gelb und Rot“, muss der Spieler gleichzeitig die Hände über diese Farben halten. Gute Spieler können auch vor die Herausforderung gestellt werden, drei Farben gleichzeitig zu überfliegen. Dafür ist etwas Übung notwendig und eine flüssige gleichmäßige Bewegung.

Neben dem Solo-Spiel gibt es auch einen Zwei-Spieler-Modus, bei dem zwei Spieler gleichzeitig gegen Simon Air antreten. Dann kann es auch schon mal sein, dass alle vier Farben aufleuchten. Nur durch gutes Teamwork können die Spieler hier vorankommen.

Wie gut ist der Simon Air?

Die Einleitung hat es schon etwas vorweggenommen, aber Kinder zwischen fünf und ca. zehn Jahren werden den Simon Air lieben und ausgiebig bespielen. Das Spielprinzip und die Bedienung sind wirklich einfach und kindgerecht umgesetzt. Schön ist ebenfalls, dass es sowohl einen Solo- als auch einen Zwei-Spieler Modus gibt.

Die einzigen Frustmomente gab es, wenn bei den Farbkombinationen, die Sensoren nicht richtig reagierten. Kleinste Abweichungen bei der Synchronität oder ein falscher Abstand zu den Sensoren werden mit einem bösen Fehler-Brummton bestraft.

Apropos Töne, Eltern könnten sich an der Lautstärke stören, die man aber zum Glück auch runterregeln kann. Der Hinweis ist in der Anleitung gut versteckt und sei somit hier verraten: Einfach mehrmals den On-/Off-Schalter betätigen.

Wer ein Spiel(zeug) sucht, das beim Beschenkten sofort positiv einschlägt und auch danach gerne immer mal wieder gespielt wird, der macht mit dem Simon Air nichts falsch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
1-2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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