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Warhammer: Ein Sturm zieht auf

Warhammer: Ein Sturm zieht auf - Foto von Heidelberger Spieleverlag

Mit der 3. Edition des Warhammer-Fantasy-Rollenspiels wurde der Versuch unternommen, dem klassischen Pen-&-Paper-Rollenspiel ein paar innovative, neue Regelmechanismen zur Seite zu Stellen. Mit Warhammer: Ein Sturm zieht auf liegt nun der erste Kampagnenband für die 3. Edition vor.

Aufmachung von Warhammer: Ein Sturm zieht auf

Die Warhammer-Kampagne kommt in einer recht stimmungsvoll illustrierten Pappschachtel daher, die mich eher an die Verpackung eines Computerspiels Anfang der 1990er-Jahre erinnert. Da dem Kampagnenband auf Grund der neuen Regelmechanismen zusätzlich noch Aktionskarten, Schauplatzkarten, Gegenstandskarten, Zauberpatzerkarten, Informationsblätter, Pappaufsteller, Fortschrittsmarker und einiges anderes Zeug beiliegt, macht es Sinn dem Ganzen eine Pappschachtel zu spendieren. Während die Spielmaterialien durchweg von guter Qualität sind, ist die Schachtel leider aus sehr dünner Pappe und oben nur mit einer einfachen Lasche verschlossen. Schade, wirkt die Schachtel doch damit so, als wäre sie für den Einmalgebrauch konzipiert. Hier hätte ich mir definitiv mehr Qualität gewünscht.

Warhammer: Ein Sturm zieht auf – die Kampagne

Aber eigentlich kommt es ja auch vielmehr auf die Abenteuer an. Ein Sturm zieht auf spielt in dem kleinen Ort Stromdorf in einer der hinteren Ecken des Reiklands. Der Kampagnenband beginnt mit der Hintergrundgeschichte, sowie der Reise der Heldengruppe nach Stromdorf. Vor dem Hintergrund eines immer stärker werdenden Sturmes, der nicht natürlichen Ursprungs ist, breiten sich die vier zusammenhängenden Abenteuer aus, die schließlich in der finalen Auseinandersetzung mit dem perfiden Gegenspieler gipfeln. Insgesamt eine düstere, aber nicht zuletzt wegen des immer stärker werdenden Sturmes sehr stimmungsvolle Angelegenheit.

Für die einzelnen Abenteuer werden alternative Enden angeboten bzw. die verschiedenen Folgen des (Nicht-)Handelns der Charaktere beschrieben. Allerdings ist nur der „heldenhafte“ Weg zur Lösung der Abenteuer ausführlich beschrieben, darüber hinaus gibt es Hinweise, die bei der weiteren Ausarbeitung helfen. Insgesamt fällt auf, dass die einzelnen Abenteuer doch ganz eindeutig auf ein bestimmtes Ende hinarbeiten. Zwar wird den Spielern kein Weg aufgezwungen, es wird aber schon recht klar in welche Richtung die Abenteurer laufen sollen.

Wie gut ist Warhammer: Ein Sturm zieht auf

Die Kampagne Ein Sturm zieht auf richtet sich in erster Linie an Einsteiger in die Welt von Warhammer, was der Publikation anzumerken ist. Zunächst einmal ist sie sehr gut dazu geeignet in die für ein Pen-&-Paper-Rollenspiel neuen Regelmechanismen einzuführen und diese geläufig zu machen. Inhaltlich bieten die recht düsteren Abenteuer allerdings wenig überraschendes, sie sind aber auch nicht schlecht. Positiv hervorzuheben sind aber auf jeden Fall die umfangreichen Informationen zum Ort Stromdorf, dessen Umgebung und zu den wichtigsten Nichtspielercharakteren. Hier schlummert genug Material, um noch weitere Abenteuer oder gar Kampagnen selbst auszuarbeiten. Somit kann sich auch für den erfahrenen Spielleiter die Anschaffung der Kampagnenbox lohnen.

Infos zu Warhammer: Ein Sturm zieht auf

  • Titel: Warhammer: Ein Sturm zieht auf
  • Verlag: Heidelberger Spieleverlag
  • Jahrgang: 2012

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