Stefan Feld über sein Brettspiel La Isla

Forschendes Kartenmanagement

ein spielerischer Artikel von Michael Weber - 02.09.2014
La Isla - Vorabcover - Foto aleaspiele - Ravensburger

Stefan, bei aleaspiele erscheint derzeit dein neues Spiel La Isla. Dass es um eine Insel zu gehen scheint, ist klar. Welche genaue Bedeutung hat der Name und was ist Thema des Spiels?
"Wir haben nicht an eine konkrete Insel gedacht, sondern an ein neu entdecktes Eiland, auf dem man schon ausgestorben geglaubte Tiere wiederfindet. Diese werden nun gründlich erforscht und wandern nicht, wie manch einer meinen möchte, in die Bratpfanne, nach dem sie umkreist wurden."

Du sagst von dir, dass du beim Entwickeln von Gesellschaftsspielen eher vom Mechanismus ausgehst. War es diesmal auch so?
"Ja, so war es auch dieses Mal. Bei mir war es noch ein Eingeborenenstamm, der seine Priester in die Tempelanlage schickte, um den verschiedenen Göttern zu huldigen."

Was ist Aufgabe der Spieler bei La Isla?
"Die Herausforderung in diesem Spiel liegt ganz klar auf dem passenden Kartenmanagement. Dabei müssen die Spieler stets abwägen, ob sie ihre Karten eher kurzfristig lohnend, oder doch lieber weitblickender einsetzen."

Ein wichtiger Mechanismus ist die Platzierung der Forscher. Welchen Einfluss hat diese Aktion auf den Spielspaß?
"Über die Forscher kommt die Interaktion ins Spiel. Da streitet man sich um passende Plätze und somit um den Vorrang, die Tiere erforschen zu können. Das wirkt sich natürlich im Spiel mit mehreren Spielern stärker aus, als zu zweit."

Gibt es einen Tipp, worauf die Spieler in der ersten Partie achten sollten, um nicht gegen die Mitspieler unterzugehen?
"Man sollte auf jeden Fall aufpassen, dass einem die Klötzchen nicht ausgehen. Deshalb ist es immer eine gute Wahl, in Phase A Karten zu nehmen, die die Einsetzkosten verringern bzw. zusätzliche Klötzchen generieren."

An welche Zielgruppe richtet sich deiner Meinung nach das Spiel La Isla? Ist es auch ein Spiel für Gelegenheitsspieler?
"La Isla ist eine Spiel, welches auch Gelegenheitsspieler und geübte Familien ansprechen soll. Die Regeln sind im Grunde sehr einfach. Die Spieltiefe ergibt sich aus den unzähligen Kombinationen der verschiedenen Karten. Und wie es sich für diese Zielgruppe gehört, ist natürlich auch eine ganze Portion Glück dabei."

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