Geheimcode Pimf

Handbemalte Pöppelunikate für das Ego

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 19.02.2011
Lupos-Pimf von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Es klingelt. Die Post kommt. Ein kleiner wattierter Umschlag. Ohne Absender. Huh? Mein Detektivsinn wird aktiviert. Ich schaue auf den Briefstempel. „Briefzentrum 04“. Irgendwo im Osten. Von wem mag das sein? Was mag das sein? Ich fühle. Klein, gnubbelig. Ein Stick mit Presseinfos? Nein, passt nicht. Was sonst? Kein weiterer Inhalt zu spüren. Eine Bombe? Vorsichtig öffne ich den Umschlag – und schaue auf ein Passfoto und damit mir selbst entgegen. „Arrggh!“ Was ist das???

Nach dem ersten Schock schaue ich mir das kleine Ding näher an. Passbild zur Seite geschoben. Schaumgummi mit Inhalt und ein Zettel. Auf dem Zettel ein Passwort und eine Webadresse. Agent Michael ist ratlos. Ich öffne das Schaumgummiding. Und … Ein weiteres „Arrggh!“. Das soll wohl ich sein! Wie ich? In der Hand halte ich eine kleine Holzfigur. Umgangssprachlich unter Spielern auch Pöppel genannt. 2,5 Zentimeter hoch. So klein bin ich doch gar nicht. Aber sonst … Weißes Shirt, Aufdruck Reich der Spiele und mein Bart sind eindeutig erkennbar. Beim Rest rührt sich meine Eitelkeit, aber okay.

Habe ich Geburtstag? Nein! Sonst ein Anlass? Nein! Jetzt will ich es wissen. Ich tippe diese Adresse in den Browser und dann das Passwort. Ein Geheimcode sozusagen. Und siehe da. Mir schlägt eine Begrüßung entgegen. „Wir wussten, du konntest nicht widerstehen! Du wurdest gepimft! Ein Foto-Pimf führt dich zu uns. Aufschlussreiche Dokumente erwarten dich. Was du in den Händen hältst ist ein Pimf. Er wurde extra für dich angefertigt – handbemalt von Jörg Wolf.“

Fall gelöst? Fast. Zum einen lache ich mich gerade scheckig, wie man hier in der Gegend durchaus sagt, weil dieser Pimpf einfach grandios ist. Zum anderen weiß ich immer noch nicht, warum … Aha. Da wird es klar. Der Pimpf ist Teil eines neuen Angebotes von forHeads-network. Das sind die Macher von Spiele-Offensive. Seit vorgestern ist der Pimf-Shop online. Meine Mission ist hier beendet, aber der Spaß fängt erst an.

Der Shop ist ein Fundus bekloppter Ideen für Spieler, die sonst schon alles haben. Diese kleinen Holzfiguren überraschen in Dutzendfacher Ausfertigung mit individuellen Aussehen und immer neuen Ideen. Einfach cool und gar nicht mal teuer. Und wer etwas ganz Besonderes haben oder verschenken möchte, schickt ein Foto an die Macher und Pimf-Künstler Jörg Wolf zaubert daraus ein Unikat, wie den Pimf, der mich heute erreicht hat.

Bei der Gelegenheit noch ein paar Worte des Pimf-Vaters Jörg Wolf zur Entstehung so einer Figur: „Alle Figuren werden selbst bemalt, ohne irgendwelche Maschinen. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen. Sie sind alle kategorisch unterteilt wie zum Beispiel in Sport, Berufe, Erotik und vieles mehr. Am Anfang bekommt jede Figur einen Brandstempel. Die Figuren werden dann grob ausgemalt, danach kommen einige Linien, kleinere, grobe Details und zum Schluss die feinen Details. Wenn die Farbe getrocknet ist, kommt ein spezieller Lack drauf, der die Figur noch länger haltbar macht.Ein einziger Pimf braucht in der Regel circa zwei bis fünf Werktage, da die Trocknungszeit den längsten Teil in Anspruch nimmt. Die Lieferzeit dauert so lang, weil ich der einzige bin, der die Kleinen herstellt und bei mehreren Aufträgen nicht aus einem Lager gegriffen werden kann. Somit ist auch sicher gestellt, dass jede Figur ein Unikat ist beziehungsweise jede Figur nach eigenen Wünschen hergestellt wird.“

Und diese Handarbeit ist bezahlbar. Derzeit sind die Lupos-Pimfe ab 4,99 Euro zu haben. Mein Tipp: Einfach mal ausprobieren und vielleicht als Päckchen ohne Absender an einen lieben Mitmenschen verschenken. Eine verspielte Überraschung. Wie war das noch? Es klingelt. Die Post kommt ...
 

Lupos-Pimf von Reich der Spiele