Ab in die Tonne

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 03.12.2013
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Ab in die Tonne von Abacusspiele

Ja, ja ... Das WG-Leben hat so seine Tücken. Wer schon einmal in einer WG gelebt hat, kann das Grundproblem von Ab in die Tonne (Abacusspiele) bestimmt sehr gut nachvollziehen: Irgendwie ist der Mülleimer in der Küche immer voll und keiner will ihn rausbringen. Naja ... Und voll ist ja schließlich auch relativ. Ein bisschen was passt doch immer noch rein, oder? Die kleine Milchtüte hier bekomme ich bestimmt noch irgendwo unter. Und der Apfelrest passt auch noch, oder? Doch wehe, es passt nicht mehr rein. Sobald beim Versuch, noch etwas in der Mülltonne unterzubringen, ein Teil herauspurzelt, ist man der Depp, der den Müll nach draußen bringen muss.

Damit ist das Spielziel von Ab in die Tonne auch schon beschrieben. Es gibt vier Müllsorten (Flaschen, Dosen, Milchtüten und Apfelreste), die in die Tonne müssen (tja, die Ernährung eines WG-Bewohners ist halt etwas einseitig). Jeder Spieler bekommt zehn Karten mit den Werten 1 bis 10, die er gut mischt und von denen er drei auf die Hand nimmt. Aus diesen Handkarten wählt nun jeder Spieler eine Karte aus und legt sie verdeckt vor sich ab. Dann werden die Karten gleichzeitig aufgedeckt. Der Spieler mit der niedrigsten Karte sucht sich nun zuerst eine Müllsorte aus, von der er dem Zahlenwert entsprechend viele Exemplare in der Mülltonne unterbringen muss, die in der Tischmitte aufgebaut ist. Hat er es geschafft, ist der Nächste an der Reihe. Sollten alle ihren Müll untergebracht haben, füllt jeder seine Handkarten wieder auf drei auf und eine neue Runde beginnt. Ist bei einem Spieler Müll aus der Tonne gefallen, muss er eine Strafpunktkarte an sich nehmen und die Mülltonne leeren. Sollte der seltene Fall eintreten, dass alle 40 Müllstücke in der Tonne untergebracht wurden, darf sich der Spieler, der das letzte Stück in der Tonne untergebracht hat, eine Bonuspunktkarte nehmen.

Ab in die Tonne ist eine Mischung aus Bluff-/Taktikspiel und Geschicklichkeitsspiel und ist dadurch sehr amüsant. Man muss immer überlegen, ob man lieber als erster versucht, noch einige kleine Gegenstände in der Tonne unterzubringen, oder doch eine hohe Karte legt, in der Hoffnung, dass die anderen Spieler, die vor einem dran sind, einen Fehler machen und man eine quasi leere Tonne vorfindet, in der man seinen Müll locker und ohne Probleme unterbringen kann. Doch wehe, die anderen schaffen es. Dann sitzt man da mit seinen großen Müllhaufen, der selbst mit bester Stopf- und Stapeltaktik nicht mehr in der Tonne unterzubringen ist.

Ab in die Tonne ist ein sehr amüsantes Spiel sowohl für den Familienabend als auch im geselligen Freundeskreis. Es ist schnell erklärt und schnell gespielt. Das Material ist aus Holz und ansprechend gestaltet und die Anleitung kurz und einfach geschrieben. Aufgrund der Kürze einer Spielrunde kann man Ab in die Tonne auch immer noch als Absacker nach einem gelungenen Spieleabend einbauen, bevor es dann ans Abräumen und Müllrausbringen geht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
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