El Paso

Dead Or Alive Wanted!

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 23.03.2010
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El Paso von Zoch Verlag

Im wilden Westen regieren die rauchenden Colts. Die Spieler schlüpfen in El Paso (Zoch Verlag) in die Rolle von wilden und gesetzlosen Banditen. Was liegt da näher, als seinem Ruf gerecht zu werden und nacheinander die sieben umliegenden Städte zu plündern?

Banken, Saloons, Goldminen, Hotels und mehr warten darauf, ausgeplündert zu werden. Dazu werden verdeckt verschiedene Beutekärtchen gezogen und offen in der ersten Stadt ausgelegt. Nachdem die mögliche Beute nun erkennbar ist, spielen die Banditen – pardon Spieler, jeweils verdeckt eine sogenannte Raubzugkarte aus, um ihren Anspruch an den ausliegenden Beutestücken zu untermauern. Für jede Beute gibt es auch solche Raubzugkarten mit verschiedenen Zahlenwerten. Die Karten werden nun gleichzeitig aufgedeckt, und die Spieler nehmen sich das entsprechende Beutestück. Wenn zwei Spieler die gleiche Beute beanspruchen, zählt der schnellere Colt beziehungsweise der größere Zahlenwert auf der zuvor ausgelegten Raubzugkarte. Doch das Auge des Gesetzes schläft nicht, und nun kommen die fünf Spezialwürfel zum Einsatz. Jeder erwürfelte Sheriffstern gilt als ein ankommender Sheriff. Nun kann jeder Spieler für sich entscheiden, ob er entweder die Stadt verlässt und so die Beute in Sicherheit bringt, oder ob er die Kuh noch ein wenig weiter melken will, sprich, in der Stadt weiterplündern möchte. Wer die Stadt freiwillig verlässt, kann seine Beute mit in die nächste Stadt nehmen oder auch gleich gegen Bares eintauschen. Dabei gilt immer der aktuelle Wechselkurs in der entsprechenden Stadt. Zu Beginn tauscht man die Beute vier zu eins gegen Bares um, in den späteren Städten drei oder auch zwei zu eins, bis hin in der letzten Stadt, in welcher man seine Beute eins zu eins gegen Bares tauschen kann. Wohl demjenigen, der hier noch Beuteplättchen hat. Die Stadt darf solange geplündert werden, bis auch der letzte Spieler die Stadt verlassen hat oder bis alle Gesetzeshüter eingetroffen sind und die verbleibenden Spieler aus der Stadt verjagen, sprich – alle Würfel zeigen einen Sheriffstern. Die Banditen, die aus der Stadt gejagt werden, müssen alle ihre Beuteplättchen abgeben und mittellos in die nächste Stadt ziehen. So gilt es in jeder Runde abzuwägen, ob man die Stadt freiwillig verlässt oder ob man weiterplündert und sich darauf verlässt, dass die Sheriffs noch weit weg sind, bzw. es noch dauert, bis sie in der Stadt eintreffen. Die Spannung dabei liegt in der Risikobereitschaft der einzelnen Spieler.
 
Haben alle Banditen die Stadt verlassen, werden die nächsten Städte nach dem gleichen Prinzip ausgeraubt. Wenn die letzte Stadt geplündert wurde, werden auch die letzen Beuteplättchen noch in Bares verwandelt und die Vermögen der Spieler zusammengezählt. Ganz klar, wer am Ende am reichsten ist, hat das Spiel gewonnen und darf sich als grösster Bandit im Wilden Westen sehen.

El Paso ist ein spannendes Spiel, bei dem sich der Würfeleinsatz sehr gut mit den Vorausplanungen der Spieler ergänzt. Kurz gesagt, das Spiel ist Klasse. Dazu tragen auch die verständliche und gut illustrierte Spielanleitung sowie das ganze Spielmaterial bei. Das Spiel ist sehr leicht erlernbar und es macht auch wirklich sehr viel Spaß, als zockender Bandit den Wilden Westen unsicher zu machen.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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