Hick Hack in Gackelwack

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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Hick Hack in Gackelwack von Zoch Verlag

Ein tierisches Vergnügen bietet sich bei dem "kleinen" Karten-Legespiel Hick Hack in Gackelwack vom Zoch Verlag. Stefan Dorra hat mit dem Füchse-Federvieh-Bauernhof-Spiel einen verspielten und vergnüglichen Zeitvertreib für Jung und Alt entwickelt, der zudem auch schnell und unkompliziert spielbar ist.

Es geht darum, im richtigen Moment die eigenen Karten so zu platzieren, dass entweder das Federvieh oder die Füchse satt werden und den Spielern die nötigen Siegpunkte bringen. Dazu werden zunächst sechs verschiedenfarbige Bauernhof-Spielbretter nebeneinander (oder im Kreis - siehe Abbildung) gelegt. Diese haben zum Beispiel die lustigen Namen Trut Garden, Perlenhof (mit Perlhühnern!) oder Gackelwack.

Ein Spieler greift nun mit der Hand in die Menge von Körnerfutter. Diese kleinen Holzquader haben drei verschiedene Farben und stellen die Nahrung des Federviehs dar. Grüne Körner zählen einen, blaue Körner zwei und gelbe Körner drei Punkte für die Endabrechnung. Die so gefüllte Spielerhand wird nun nacheinander über die Höfe geführt. Über jedem wird ein zufälliges Korn fallen gelassen. Dieses dient den dort zu Besuch kommenden Federvieh als Nahrungsquelle. In jeder Runde wird dieser Vorgang wiederholt, so dass sich nach einigen Runden ein ganzer Körnerhaufen ansammeln kann. Um an die Körner zu kommen, müssen die Spieler eine (zwei bei bis zu drei Spielern) von ihren sechs Karten verdeckt vor sich ablegen. Anschließend drehen alle Spieler gleichzeitig ihre abgelegte Karte(n) um. Diese wandern nun zu dem entsprechenden Bauernhof.

Jeder Bauernhof hat eine eigene Farbe, zu dem es eine Gruppe von gleichfarbigen Geflügel (und Füchse) gibt: Blaue Hühner wandern zu den blauen Höfen, rote zu dem roten und so weiter. Ist nur ein Huhn allein auf dem Hof, frisst es den ganzen Körnervorrat, den der Spieler des Viehs erhält. Kommen mehrere Hühner an den gleichen Hof, müssen sich die Spieler einigen, wer wie viele Körner (und welche) bekommt. Gibt es keine Einigung, kommt es zum Duell mit dem Hick-Hack-Würfel. Zum Würfelergebnis wird der Zahlenwert des jeweiligen Federviehs addiert (der von drei bis sechs reichen kann). Der Sieger bekommt alle Körner.

Es gibt aber auch Hühner, die sind äußerst schreckhaft. Die futtern zwar alleine auf einem Hof auch alle Körner, sind sie jedoch nicht allein, picken sie immer genau ein grünes Korn und verschwinden dann sofort. Das kann den Vorteil haben, überhaupt ein Korn zu bekommen, hat aber eine ganz besondere Auswirkung auf Füchse. Unter den Karten der Spieler befinden sich nämlich auch Füchse, die jederzeit statt eines Federviehs gespielt werden können. Diese fressen nicht die Körner, sondern das gesamte auf dem Hof versammelte Federvieh. Da Füchse Einzelgänger sind, kommt es bei mehreren Füchsen immer zum Duell mit dem Hick-Hack-Würfel. Der unterlegene Fuchs geht - wie beim Federvieh - leer aus und muss hungern. Doch zurück zum schreckhaften Huhn. Der Spieler des fressenden Fuchses bekommt nach dem Verschwinden dieses Huhns zwar ebenfalls die entsprechende Hühner-Karte, doch diese hat den Wert -2. Der Fuchs hat also nicht das Huhn, sondern nur seine "Hinterlassenschaft" erhalten. Die anderen Hühner zählen jedoch je nach Kartenwert als Pluspunkte für die Endabrechnung.

Taktisch gesehen lohnt es sich häufig eher, einen Fuchs, statt eines Federviehs einzusetzen. Besonders gilt dies, wenn auf einem Hof sehr viele Körner zu fressen sind. Die Chance ist groß, dass ein, zwei Spieler hier ein (hochwertiges) Huhn hin senden. Die mögliche Punktzahl für das Federvieh übersteigt meistens die Punktzahl der möglichen gefressenen Körner. Allerdings könnten ja alle Spieler die gleiche Idee haben und einen Fuchs senden ... Die einfachen und schönen Regeln und die stimmige Grafik von Doris Matthäus bieten den Spielern ein heiteres Fressen und Lachen, bei dem die Taktik nicht zu kurz kommt. Besonders geeignet ist das Spiel für große Runden bis sechs Personen, für weniger als vier Spieler gibt es aber durch die Regel, zwei statt einer Karte zu legen, ebenfalls viel Spaß. 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2001
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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