Laura geht in die Schule

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 31.12.2006
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Laura geht in die Schule von Amigo Spiele

Es gibt viele Dinge, mit denen muss man sich als Eltern zwangsläufig auseinandersetzen. Baby Born, Lillifee, Felix und Lauras Stern begleiten die weiblichen Kinder über Jahre hinaus. Lauras Stern? Und schon sind wir bei Laura geht in die Schule. Kinder, wie schnell die Zeit vergeht!

Vorab, es liegen dem Spiel Buntstifte und ein kleines Malbuch bei. Diese Beigaben können getrost vergessen werden. Das ist jetzt nicht abwertend gemeint, nur nach dem ersten Öffnen der Schachtel ertönte ein „Oh wie schön, kann ich das haben?“ Seitdem sind die Sachen nicht wieder aufgetaucht. Hm? Scheint gewollt zu sein.

Bei diesem Laufspiel geht es um einen Tag in Lauras Leben. Aufstehen, Frühstücken, Schule, Ballett, Einkaufen und, und, und ... Der ganz normale Alltag eines Grundschulkindes wird auf einem Spielbrett dargestellt - inklusive der Uhr im Nacken. Mit einer Spielfigur und Würfel legen die Spieler los. Auf den kleinen Uhrfeldern wurden vorab verdeckte Marker gelegt, sie sind für Zeitsprünge verantwortlich. Auf ihnen sind die täglichen Ereignisse festgehalten. Landet ein Spieler auf so einem Feld mit Marker, kann er – wenn er Glück hat – richtig weit Richtung Ziel gelangen. Wenn es blöde läuft, hat das Ganze was von „Täglich grüßt das Murmeltier“. Kurz vor dem zu Bett gehen – ein großer Knall – und es ist wieder neun Uhr Morgens. Die großen Uhren zwischen den Lauffeldern sind Aktionsfelder um die Uhr näher zu bringen. Um in den Genuss eines Extrazuges zu gelangen, muss die angebende Uhrzeit auf einer beiliegenden Pappuhr nachgebastelt (großer Zeiger auf die Eins ...) und anschließend angesagt werden. Interessant sind die Würfelaktionen. Bei einem Gesicht muss ein Uhrenchip aufgedeckt werden. Wer hier den Überblick behalten hat, ist klar im Vorteil. Dieser Vorteil wird durch eine gewürfelte Uhr ausgeglichen. Am Spielfeldrand warten drei Marker auf ihre Auswechselung. Während des Tausches darf ein Blick darauf geworfen werden, was wieder einen Wissensvorteil gegenüber den anderen Mitspieler verschafft. Wer es vor allen anderen schafft, um viertel vor acht ins Bett zu huschen, hat gewonnen.

Als Erwachsener Spieler leidet man mit den Kindern. Der Blick auf die Zielgerade gerichtet und ein Chip beamt den Pöppel zum Frühstück zurück. Es wird sich vorgekämpft, um wieder zurückzufallen. Vor – zurück. Da kommt einem eine halbe Stunde vor wie eine ganze und man ist froh, wenn endlich irgendjemand gewonnen hat. Die Variante bietet Abhilfe: Weg mit den Markern und entspannt spielen. Keine Stopps auf den großen Uhrenfeldern. Statt dessen wird auf jedem Feld die Uhr eingestellt. Richtige Uhrzeiten bringen bis zu drei Felder extra ein. Bei einem Gesicht vorrücken bis zu einer großen Uhr. Warum nicht gleich so?

Lauras Stern hat ein bekanntes Problem. Hier können nur Kinder zusammenspielen die in etwa schon die Uhr können - also ungefähr im selben Alter sind. In der Schule wird die Uhr im zweiten Schuljahr durchgenommen. Ältere Kinder haben natürlich kein Problem die Uhr einzustellen. Uhrenanfänger haben dagegen keinen Spaß an dem Spiel, wenn ältere Kinder mitspielen. Hier wurde versucht Lauras Stern, Uhr und ein gescheites Spiel unter einem Hut zu bringen. Aber das verursacht so bei den Spielern eine gewisse Ratlosigkeit, was sie von diesem Spiel halten sollen. Spektakulär ist es ganz sicher nicht ...

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielegattung: 
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