Linie 1

eine Spielerezension von Ingo Krüger - 31.10.2005
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Linie 1 von Reich der Spiele

Mit der Straßenbahn von der Bismarckstraße zur Schillerstraße. Zwischendurch am Bahnhof und am Hallenbad halten. Das geht doch schnell. Wenn, ja wenn ein Mitspieler einem nicht in die Quere kommt. Die verfolgen ihre eigenen Pläne und wollen mit ihrer Straßenbahn zum Fischmarkt und zum Lichtspielhaus. Oder am Bahnhof und am Gericht Station machen.

Und dann wird auch noch eine Kurve gelegt. Dabei wollte man hier doch geradeaus. Doch Glück gehabt! Ein Streckenkärtchen mit Weiche nachgezogen und flugs gegen die Kurve ausgetauscht. Das passt. Und jetzt noch die Strecke eines Mitspielers in die falsche Richtung lenken. Das hat er nun davon. Manchmal nutzt aber auch das Auswechseln der Karten nichts. Dann geht es nur auf Umwegen zum Ziel. Wenn doch nur die Mitspieler nicht so schnell ihre Linie bauen würden. Wo wollen die nur hin? Jetzt noch hier eine Abzweigung und ... fertig!

Fast. Jetzt kann die Einweihungsfahrt beginnen. An einer Endhaltestelle wird die Straßenbahn eingesetzt - und jetzt würfeln. Nur eine Eins gewürfelt. Es hätte doch auch das Haltestellensymbol auf dem Würfel sein können. Dann wäre man schon viele Felder weiter. Oh nein, die Mitspieler wollen auch gleich losfahren. Mit der Linie 3 von der Pfeilstraße in die Düsseldorfer Straße. Das geht aber doch noch gar nicht! Die Strecke ist nicht fertig. Da muss nachgebessert werden. Die Straßenbahn bleibt noch stehen. Leider zwingen die Baupläne der Mitspieler die eigene Bahn zu Umwegen. Eine Zwei. Das ist zu langsam. Gleich fährt die Tram in die Schillerstraße. Noch ein Wurf. Nein, ein Mitspieler würfelt doch tatsächlich eine "4" und fährt noch vorbei. Nicht immer gewinnt der, der seine Strecke als Erster zu Ende gebaut hat ...

Zwei bis fünf Spieler können sich bei Linie 1 als Streckenbaumeister versuchen. Wähnt man sich fast am Ziel und seine Bahn schon auf dem Weg, kommt einem bestimmt ein freundlicher Mitspieler in die schon erwähnte Quere und verbaut einem den Weg. Doch dann heißt es: Gelegte Streckenkarten tauschen und sich revanchieren!

Für alle Freunde des öffentlichen Nahverkehrs (aber nicht nur die) ist dieses schön gestaltete Legespiel ein Muss. Selbst nach mehreren Spieldurchgängen stellt sich keine Langeweile ein. Und außerdem wartet schon der Bau der Linie 2 von der Alberichstraße in die Ketzergasse. Diesmal wird es klappen. Ganz bestimmt. Das Würfelglück können schließlich nicht immer nur die anderen haben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
1995
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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