Zicke Zacke Hühnerkacke

eine Spielerezension von Bernhard Zaugg - 31.10.2005
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Zicke Zacke Hühnerkacke von Zoch Verlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Radau im Hühnerhof! Die Tiere veranstalten ein Wettrennen und versuchen, sich gegenseitig die Schwanzfedern auszureissen. Wer zuerst sämtliche Federn eingesammelt hat, gewinnt den Wettkampf. Dazu ist primär ein gutes Gedächtnis nötig, das sich nicht durch die Vielzahl ähnlicher Sujets verwirren lässt.

Das Spiel mit dem ungehörigen Titel basiert auf dem Memory-Prinzip, das allerdings in genialer Weise weiter entwickelt und in eine stimmige Szenerie eingebettet wurde. Entstanden ist so eines der wohl attraktivsten Familienspiele der letzten Jahre, das nicht grundlos 1998 zum Spiel des Jahres für Kinder gewählt wurde. Das rasante Hühnerrennen ist rasch erklärt und schnell gespielt, wobei Kinder keineswegs benachteiligt sind - im Gegenteil! Mit ihrem fotografischen Erinnerungsvermögen lassen sie die Erwachsenen am Spieltisch meistens uralt aussehen.

Gespielt wird auf einem Rundkurs aus 24 offen ausgelegten, eiförmigen Wegplättchen, von denen je zwei dasselbe Sujet aufweisen. Eine Garnitur eckiger Kärtchen mit denselben Sujets wird verdeckt in die Mitte gelegt und bildet dort den so genannten Hühnerhof. Die maximal vier Mitspielenden erhalten je ein große Hühnerfigur, die in gleichmäßigen Abständen voneinander auf den Rundkurs gestellt werden. Jedes Huhn erhält einen Holzstift als Schwanzfeder in den Bürzel gesteckt und schon kann es losgehen.

Wer an der Reihe ist, muss versuchen, im Hühnerhof das Kärtchen aufzudecken, welches das gleiche Sujet aufweist wie das vor seinem Huhn befindliche eiförmige Kärtchen auf dem Rundkurs. Gelingt dies, kann der nächste Versuch gestartet werden. Wird dabei ein gegnerisches Huhn überholt, können dessen Schwanzfedern geraubt und im eigenen Bürzel eingesteckt werden. Wird ein unpassendes Kärtchen aufgedeckt, ist der Zug zu Ende und das nächste Huhn ist an der Reihe.

Das Spiel ist ein absoluter Hit und macht ungeheuer Spaß. Mit den lustigen Holzhühnern und drolligen Illustrationen begeistert es besonders Kinder vom ersten Augenblick an und ist mit seinen extra starken Kärtchen auch tatsächlich für kleine Hände geeignet. Müssen die eigenen Schwanzfedern abgetreten werden, fließen zwar gelegentlich Tränen, die jedoch rasch versiegen, sobald selber ein gegnerisches Huhn überholt werden kann. Außerdem lockt jederzeit eine Revanchepartie, da es angesichts der erfreulich kurzen Spielzeit in der Regel nicht bei einem einzigen Rennen bleiben wird.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
1998
Spielkategorisierung
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