Chaos 2000

ein Spiele-Artikel von Roland G. Hülsmann - 07.04.2014
Spiel CHAOS 2000 - Foto von Roland G. Hülsmann
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Spielmaterial: Spielplan, Würfel, 6 Spielfiguren, 12 Dompoller, Auftragskarten, Ereigniskarten, Strafzettel, Punktelise, Verkehrsänderungskarten, Verkehrsschilder (Plättchen), Block Punktebellen

Kommentar: Ein Spiel, daß sich thematisch mit der Verkehrsplanung in Speyer auseinandersetzt: "Ein Spiel, in dem wir das Chaos der Stadtväter und Verantwortlichen zum Spiel machen, um wenigstens auf diese Art und Weise unseren Spaß und Anteil daran zu haben." Zu Beginn des Spieles zieht jeder Spieler eine Auftragskarte, die Start- und Zielpunkt auf dem Plan bestimmt, der das Straßennetz der Innenstadt von Speyer darstellt. Der Spieler an der Reihe würfelt und setzt seine Figur entsprechend weiter. Dabei sind die Einbahnstraßen zu beachten. Übersieht jemand ein "Einfahrt verboten", kassiert er zwei Strafzettel. Endet ein Zug auf einer Kreuzung, ist eine Ereigniskarte zu ziehen und deren Anweisungen Folge zu leisten. Vor dem Würfeln kann man einen "Dompoller" setzen. Diese Steine wirken ähnlich wie die Hindernisse in Malefiz, außer daß man sie bei einer 6 überspringen kann. Am Zielpunkt dürfen Würfelaugen verfallen, sonst nicht. landet man auf einem blauen Feld, gilt das als falsch Parken. Mit einem Würfelwurf ermittelt man, ob man erwischt wurde. Man kann während der Fahrt noch weitere Zielpunkte anfahren, die man sich auf der Punktetabelle vermerkt. Das gibt Extrapunkte. Sobald ein Spieler sein Ziel ereicht hat und wieder zurück zum Start ist, ist das Spiel zu Ende und Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten. Strafzettel zählen je zwei Munuspunkte, Erreichung des Zieles 10 Pluspunkte, jedes zusätzliche Ziel 3 Punkte, Auftrag erfüllt sind 10 Pluspunkte. Zusätzliche Tips und Regelvarianten, bei denen die Verkehrsänderungskarten und die Schilder zum Einsatz kommen, vergrößern das Chaos und machen es schwerer, sein Ziel zu erreichen. Nach den Texten der Aufträge und Ereigniskarten, in denen eine Reihe Speyerer Einzelhändler Erwähnung findet, könnte die Vermutung aufkommen, daß hinter dem Spiel der Verband der Selbstständigen oder eine ähnliche Organisation steht, die aufgrund der Verkehrsplanung befürchtet, daß weniger Kunden per PKW zu ihren Läden finden und dadurch der Umsatz zurückgeht. Das Spiel versuchte offensichtlich, die Spieler gegen die seinerzeit geplante und durchgeführte Verkehrsberuhigung der Altstadt Speyers zu bewegen.

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