Indus

eine Spielerezension von Frank Biesgen - 31.10.2005
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Indus von Reich der Spiele

Bis zu vier Forscherteams streifen durchs wilde Industal, auf der Suche nach den wertvollsten Fundstücken. Aus fünf Teilen (plus Rahmen) wird ein Spielplan zusammengesetzt, der auf einem sechs mal sechs großen Raster verschiedene, sich meist über mehrere Felder erstreckende Ruinen zeigt. Um diese in Besitz zu nehmen, platzieren die Spieler reihum einen Forscher auf ein freies Rahmenteil, würfeln und ziehen die Figur auf gerader Linie entsprechend weit in die Grabungslandschaft hinein. Handelt es sich bei dem Forscher um einen Assistenten oder Professor, sind auch zwei oder gar drei Würfe gestattet. Gelangt ein Forscher auf ein bereits belegtes Feld, so kommt er zuoberst auf die andere(n) Figur(en). Zwei gleichfarbige Spielsteine fangen jedoch alle übrigen dort befindlichen, welche aus dem Spiel kommen und erste Punkte bringen.

Sobald alle Forscher auf den Plan gebracht wurden, erfolgt die Wertung: Gebäuderuinen bringen Punkte für die meisten und zweitmeisten Forscher. Bei allen übrigen der sechs Ruinentypen zählen nur die oben liegenden Steine und bringen lediglich den Spielern Punkte, die jeweils die Mehrheit an der gesamten Ruine innehaben.

Wer aufgrund des Themas ein stimmiges Entdeckerspiel erhofft, wird zunächst einmal enttäuscht. Indus bleibt reichlich abstrakt und steril und vermag lediglich über die gelungene Grafik etwas von der angestrebten Atmosphäre einzufangen. Auch das Design lässt zu wünschen übrig, da unter dem Wunsch, möglichst viel Information auf den Spielplan zu packen, die Übersichtlichkeit desselben leidet. Nach zwei bis drei Partien ist dieses Problem jedoch ausgeräumt, und Indus präsentiert sich als zwar glücksbetontes, doch dabei recht kurzweiliges Spielchen. Lange Wartezeiten gibt es kaum, da den Spielern nur wenige Entscheidungen abverlangt werden; leichter Frust wechselt sich ab mit milder Schadenfreude. Dabei bleibt Indus in jeder Teilnehmerzahl gleich gut spielbar und kann auch schon mal in 30 Minuten vorbei sein. Für den Einstieg in einen längeren Spieleabend gar nicht so verkehrt, wenn man seine Erwartungen nicht zu hoch schraubt.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2004
Spielkategorisierung
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