Herkules Ameise

eine Spielerezension von Riemi - 22.03.2009
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Herkules Ameise von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minute

Wer kennt sie nicht? Die Ameisendame aus den Cartoons um den Rosaroten Panther. So ähnlich muss man sich die Gegebenheiten bei Herkules Ameise vorstellen. Die Ameisen fürchten sich vor der herannahenden Gefahr und bauen sich auf die Schnelle einen Ameisenhügel.

Das Spiel verfolgt zwei Handlungsstreifen. Auf dem großen Spielbrett wird die Ameisenburg gebaut und Anton streift auf seinem Weg drumherum. Sollte es ihm gelingen, den Startplatz der 15 Klötze starken Ameisenbrigade (dazu fallen mir die Ameisen aus Biene Maja ein) zu erreichen, haben die Spieler gemeinsam verloren. Gewonnen haben alle Spieler gemeinsam, wenn der Hügel vor der Ankunft von Anton fertig gebaut ist.

An dem Spielbrett werden neun große Wegplättchen verdeckt ausgelegt. Auf der Rückseite sehen die Spieler Wege und Würfelaugen in den Werten eins bis drei. Würfelaugen ist das Stichwort. Wer hätte es vermutet, es wird gewürfelt. Der Werte sind natürlich identisch, bis auf eine Seite. Auf der ist unser Anton Ameisenbär zu sehen. Wird er gewürfelt, geht die Figur des Ameisenbären einen Schritt vorwärts. Die jungen Spieler haben bei einer Zahl die Wahl zwischen Plättchen umdrehen oder Ameisenstraße erweitern. Ziel der Straße sind die Lagerplätze der Holzstäpchen. Mit ihnen kann der Ameisenplattenbau in die Höhe getrieben werden. Für die ersten beiden Ebenen braucht man jeweils vier Pfeiler. Um diese wichtigen Äste zu transportieren muss die Ameisenstraße ununterbrochen mit dem Lagerplatz verbunden sein.

Während des Spiel steht man sich sich beratend zur Seite. Wie wird optimal gesetzt um möglichst schnell an die Äste zu kommen. Setzen oder doch lieber ein Plättchen umdrehen? Darüber vergisst man glatt Anton. Der geht sporadisch seinen Weg ohne zu stören. Im Gegenteil, die Kinder freuen sich sogar, wenn er mal wieder einen Schritt gehen darf. Zu gewinnen bereitet gerade wenn Erwachsene mitspielen überhaupt keine Mühe.

Es gibt noch eine Wettbewerbsvariante bei der farbige Ameisenklötze zum Einsatz kommen. Hierbei bekommen die Spieler, die mit ihrem farbigen Stein in der Ameisenstraße beim Transport der Äste beteiligt sind eine Belohnung in Form von Süßigkeiten. Verdeckt gezogen bringen sie einen Lohn von ein bis drei Bonbon. Wenn der Hügel fertig ist, gewinnt der Spieler mit den meisten Süßigkeiten.

Herkules Ameise ist schön anzuschauen und macht trotz des fußkranken Antons allen Beteiligten Spaß. „Lass mich doch die Äste nehmen und bauen“, war öfters zu hören, wenn jemand anders einen Platz mit Hölzern erreicht hat. Die Erwachsenen geben den einen oder anderen Denkanstoß und dadurch kommt auch ein einfacher Sieg zustande. Wer mag kann unseren Anton mit eigenen Regeln schneller machen. Man könnte die Strecke verkürzen oder verdeckt ein Süßigkeitenplättchen ziehen und entsprechend vorwärts gehen. So wird aus einer lahmen Ente doch noch ein richtiger (Ameisen) Bär.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
1 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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