Fregatte Noire

eine Spielerezension von Bernhard Zaugg - 31.10.2005
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Fregatte Noire von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Alarm auf hoher See: Heimtückische Piraten drohen die kleine Flotte ehrbarer Handelsschiffe anzugreifen. Gelingt es der wackeren Besatzung, die feige Attacke abzuwehren? Oder fällt zuletzt die wertvolle Ladung trotz allem Widerstand in die Hände der finsteren Übeltäter? Der Kampf ist gnadenlos und wird bis zum bitteren Ende ausgetragen – eine Schlacht auf Biegen und Brechen!

Das ganze Drama wird mit der Hilfe von 80 prächtig illustrierten Spielkarten abgewickelt. Diese zeigen zum einen vier Stämme zu je 15 Seeleuten mit Werten für das Angriffs- und Verteidigungsverhalten sowie individuellen Fähigkeiten beim Kämpfen. Die übrigen Karten stellen die je drei Handels- beziehungsweise Piratenschiffe und die Transportgüter dar, um die letztlich gekämpft wird.

Als erstes werden die 60 Karten der Seeleute gemischt und gleichmäßig an die Spieler ausgeteilt. Diese beurteilen kurz die Kampfkraft ihrer Mannschaft und wählen dann jeder für sich ein Schiff mit der dazugehörenden Ladung aus. Ab vier Spielern sind zwei Piratenschiffe unterwegs, bei sechs gar deren drei. Und schon geht es los mit den ersten Kämpfen!

Wer Pirat ist, bezeichnet ein Handelsschiff, das er erobern möchte. Beide Spieler wählen aus ihren Handkarten je sieben Seeleute aus und legen diese umgedreht vor sich auf den Tisch. Die Karten werden eine um die andere aufgedeckt und die jeweiligen Kampfwertangaben miteinander verglichen. Wer sowohl bei der Angriffs- als auch der Verteidigungswertung obsiegt, bleibt am Leben und auf dem Schiff, während die unterliegende Karte aus dem Spiel entfernt werden muss. Wer am Schluss mehr Überlebende aufweist, gewinnt den Kampf und erwirbt beziehungsweise behält die Ladung des Schiffs. So geht es weiter, bis keine neuen Kämpfe mehr ausgetragen werden können oder wollen. Anschließend wird der Wert der Ladung der einzelnen Schiffe ermittelt.

Das Spiel weckt durchaus Vorfreude und Interesse. Leider ist die Umsetzung allerdings völlig misslungen. So ist insbesondere die Anleitung alles andere als klar und lässt verschiedene Fragen offen. Es erstaunt daher kaum, dass das Spiel ziemlich holpert und immer wieder irgendwelche Detailregelungen untereinander vereinbart werden müssen. Zwar finden sich im Internet eine ganze Anzahl ergänzender Hinweise und Erläuterungen zum Ablauf. Trotzdem kommt irgendwie kein richtiger Spielfluss auf. Stattdessen schleppt man sich von Gefecht zu Gefecht, bis schließlich abgerechnet und der Sieger ermittelt werden kann. Schade um die wirklich schönen Karten, die ein besseres Schicksal verdient hätten!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2003
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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