Monopoly Star Wars

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 22.06.2016
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Monopoly Star Wars - Foto von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Alle Star-Wars- und Monopoly-Fans werden sicher weiterlesen. Jedoch sollten auch all' diejenigen, die bisher mit Monopoly wenig am Hut hatten, hier mal etwas genauer hinschauen. Diese Star Wars Monopoly von Hasbro ist nämlich etwas anders – es spielt sich anders, es spielt sich schneller, einfacher und auch mit überraschenden Wendungen.

Wie wird Monopoly Star Wars gespielt?

Doch immer der Reihe nach. Mal schauen, was uns erwartet. Der runde Spielplan wird aufgebaut und ja, tatsächlich - es ist ein Rundlauf im Kreis herum. Nun, es gibt das vertraute "Los"-Feld, das "Gefängnisfeld", "Frei Parken" sowie das Feld "Gehen sie in das Gefängnis". Wie gehabt, kauft man mit dem bekannten Monopoly Geld, Straßen bzw. Stützpunkte auf den Planeten. Diese kann man mit den eigenen Markern kennzeichnen und sobald ein Mitspieler auf diesen Feldern landet, muss er Miete zahlen. Soweit Monopoly und entsprechend werden sich die Monopoly-Fans auch gleich ganz zuhause fühlen. Und doch …

Unterschiede zwischen Monopoly Star Wars und dem Original

In dieser Version spielt man i. d. R. in Zweierteams gegeneinander und entscheidet sich im Vorfeld für die dunkle oder helle Seite der Macht. Sonderregeln gelten für das Spiel zu dritt. An Stelle der Ereigniskarten findet man die zweigeteilten Machtkarten, welche für das Imperium wie auch für die Rebellen ausliegen. Sobald ein Spieler eine seiner eigenen Machtkarte ziehen darf, kann er diese Karten auch bei jeder passenden Gelegenheit ausspielen. So wird die darauf beschriebene Kraft zum eigenen Vorteil eingesetzt, um sich einen spielerischen Vorteil zu erschaffen. Sie ist stark, die Macht!

Muss man jedoch eine gegnerische Machtkarte ziehen, so ist auf diesen zweigeteilten Karten ein Ereignis beschrieben, welches auch zu befolgen ist. Weiterhin spielt sich diese Monopoly-Variante wesentlich schneller als die bekannten Versionen. Sind zum Beispiel alle Planeten vollständig besetzt, ist das Spiel auch schon zu Ende. Wer die meisten der Stützpunkte besetzt hat, gewinnt dann die Spielrunde. Das dauert i. d. R. nur eine gute Stunde und deshalb müssen die Verlierer auch nicht mehr Däumchen drehend stundenlang nebendran sitzen, bis ein Gewinner feststeht. Auch bankrottgehen ist nicht mehr. Wer nicht bezahlen kann, muss seinen wertvollsten Stützpunkt abgeben, so einfach ist das. Sonderfelder, wie zum Beispiel der Hyperantrieb (springe auf ein beliebiges freies Planetenfeld bis hin zum nächsten Hyperantriebsfeld) oder das Kopfgeldjäger-Feld (übernimm einen beliebigen Stützpunkt), sorgen auch dafür, dass man nicht mehr Stunden um den Sieg spielen muss. Diese Sonderfelder und die erwähnten Machtkarten sind schon die besondere Würze in dieser Variante. Alles wird unvorhersehbarer und spannender. War man eben noch auf der Verliererstraße, hilft die Macht oder die Sonderfelder, und das Blatt wendet sich innerhalb von wenigen Spielzügen. Das macht besonders den Kinder Spaß – böse Zungen behaupten auch dem Kind im Manne ...

Wie gut ist Monopoly Star Wars?

Auch optisch macht Monopoly Star Wars einiges her. Die Figuren sind sehr schön modelliert und nett anzusehen. Der Spielplan und die Machtkarten runden das Star-Wars-Gefühl entsprechend ab. Lediglich die Spielanleitung wirkt etwas unstrukturiert, sodass man mehrmals hin und her blättern muss um sich zurechtzufinden.

Ja, es spielt sich schon anders als die klassischen Monopoly-Varianten. Auf jedenfall ist es eine prima Alternative die Spaß macht und zurecht empfohlen werden kann. Möchte man jedoch ein Monopoly Star Wars mit dem klassischen Spielablauf, gibt es von Hasbro bzw. Winning Moves auch entsprechende Alternativen. Für alle anderen: Greift zu – möge die Macht mit Euch sein!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2015
Spielkategorisierung
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