Scotland Yard Junior

Die spannende Jagd nach Mister X quer durch London

eine Spielerezension von Riemi - 09.05.2015
  Spiel kaufen kommentieren
Kinderspiel Scotland Yard Junior - Foto von Ravensburger
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Es gibt Spiele, die fest im spielerischen kollektiven Gedächtnis verankert sind. Scotland Yard, gemeinhin Mister X genannt, gehört ohne Zweifel dazu. Es ist unglaublich, wie viele Menschen, die mit Gesellschaftsspielen nichts am Hut haben, diesen Klassiker von Ravensburger kennen und es auch schon gespielt haben. Die Konsequenz: Es müssen immer neue Ausgaben von so einem Evergreen auf dem Markt kommen. Eine Juniorausgabe ergibt da Sinn. Ein Vorteil für Rezensenten ist: Die Kinder müssen nicht aufgefordert werden, dieses Spiel zu spielen. Sie sehen es und wollen sofort loslegen. Ein weiterer Vorteil: Mit dem Halbwissen was die Kinder über Mister X haben, ist es relativ einfach die Regeln der Juniorausgabe zu erklären.

So wird Scotland Yard Junior gespielt

Auf dem Spielplan ist London zu sehen. Es gibt für die Mitspieler feste Startpunkte und jeder Spieler kann jederzeit sehen, wo welche Figur steht. Klingt komisch, ist aber so. Mister X überlegt sich immer als erstes, was er diese Runde vorhat. Er kann auch stehen bleiben. Unter dem Spieltisch wählt er jedes Mal eines seiner vier (Bus, Taxi, U-Bahn oder Boot) Tickets aus und behält es in seiner Faust. Die Faust darf auch leer sein, wenn der Verfolgte stehen bleiben möchte. Danach können die Detektive sich darüber austauschen, wer wo hingeht. Oder auch nicht. Denn Kooperation im Spiel müssen manche Kinder erst verinnerlichen. Wenn die Detektive ihre Züge gemacht haben, bewegt sich Mister X. Dann folgt meistens ein „Juhu“ oder „Mist“. Falls Mister X zusammen mit einem Detektiv auf einem Feld steht, bekommen die Jäger einen Chip. Im umgekehrten Fall geht der Chip an Mister X. Allerdings sind die Gewinnvoraussetzungen unterschiedlich. Mister X benötigt neun, die Detektive brauchen drei Chips, um zu gewinnen.

Wie gut ist die Juniorausgabe von Scotland Yard?

Vom Spielgefühl und der Spannung ist Scotland Yard Junior dem Kinderspiel Fangen, was die Kinder draußen bei Wind und Wetter spielen, nicht unähnlich. Scotland Yard Junior gefällt vielleicht deswegen den jungen und älteren Spielern so gut und ist von dem Autor Michael Schacht zu dem fein austariert worden. Spielwiederholungen sind vorprogrammiert. Was man eigentlich nicht benötigt, sind die beigelegten Sichtschirme für den Kopf. Sie wurden als störend empfunden und dadurch, dass man eh' weiß, wo die Pöppel (Figuren) stehen, sind sie auch nicht nötig.

Eingreifen als mitspielender Erwachsener muss man nur, wenn man merkt, dass der Mister X heimlich die Tickets unter dem Tisch tauschen möchte, nachdem die Detektive sich bewegt hatten. Faust auf dem Tisch ist demnach leider wichtig. Die Verlockung ist einfach für einige Kinder zu groß. Dass Scotland Yard Junior den Kindern gefällt, merkt man auch daran, wie die Tickets nach ein paar Spielen aussehen. Durch die vor Spannung feuchten Hände der Spieler leiden einfach die Papptickets. Als Fazit kann gesagt werden: Scotland Yard Junior hält was es verspricht: Eine spannende Jagd nach Mister X quer durch London.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
15-20
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel