Zaubertrank der vier Elemente

eine Spielerezension von Jochen Peters - 05.12.2016
  Spiel kaufen kommentieren
Zaubertrank der vier Elemente - Foto von Steffen Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Zaubertrank der vier Elemente (Steffen Spiele) ist ein taktisches Sammelspiel für zwei bis vier Personen ab zehn Jahren mit einer Spieldauer von ca. 30 Minuten, erdacht von René Puttin und Steffen Mühlhäuser. Es geht um einen Zauberer-Wettstreit. Die Zauberer wollen herausfinden, wer von ihnen den mächtigsten Zaubertrank brauen kann. Zutaten, Küchen- und Zauberutensilien werden in einem magischen Sechseck verteilt. Jeder Gegenstand ist einem der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde oder Luft zugeordnet. Die Zauberer versuchen, möglichst viele wertvolle Objekte für ihre geheime Rezeptur zu sammeln und durch bestimmte Kombinationen von Gegenständen zusätzliche Kraftsteine zu gewinnen. Erfahrene Zauberer setzen in dem Wettstreit auch die mächtigen Elementscheiben und verdeckte Auftragskarten ein. Wenn alle magischen Objekte aus dem Sechseck genommen wurden, offenbart sich, wer den stärksten Trank gebraucht hat.

Wie wir Zaubertrank der vier Elemente gespielt?

Nachdem man das magische Sechseck aus den 80 farbigen und elf schwarzen Scheiben aufgebaut hat, platziert man noch die vier Spielfiguren auf die vier vorgegebenen schwarzen Scheiben und schon kann der Zauberer-Wettstreit beginnen. Bezüglich der Spielfiguren muss man sich kurz dran gewöhnen, dass kein Spieler eine eigene Spielfigur besitzt, jeder Spieler darf (und muss) mit jeder der vier Spielfiguren ziehen, um so in den Besitz der jeweiligen Elementscheibe zu kommen (man zieht also mit der blauen Spielfigur und sammelt blaue Scheiben, man zieht mit der roten Figur um rote Elemente zu sammeln usw.).

Nun gilt es also, Elemte für den Zaubertrank zu sammeln, und das macht man, in dem man mit der Spielfigur der gewünschten Farbe direkt neben die Scheibe(n) zieht, die man sammeln möchte. Dabei gilt zu beachten, dass man im ersten Spielzug lediglich eine Scheibe einsammeln kann, man nur Scheiben in der Farbe nehmen darf, welche der Farbe der Spielfigur entspricht. Und man muss erst Zutaten sammeln, dann erst Küchen- und anschließend Zauberutensilien. 

So zieht man auf der Suche nach den passenden Zutaten für den Zaubertrank munter über das magische Spielfeld und sammelt fließig Scheiben, um im Verlauf des Spiels mit bestimmten Zusammenstellungen (Farb- oder Motiv-Sets) von Motivscheiben Kraftsteine zu sammeln. Diese gibt es in drei verschiedenen Farben, welche bei der Endabrechnung unterschiedliche Werte haben. Bewegen kann man sich grundsätzlich in alle sechs möglichen Richtungen, Lücken im Spielfeld und andere Spielfiguren stellen Hindernisse dar und sollte man mal gar nicht an gewünschte Steine rankommen, kann man sogar über größere Entfernungen auf die schwarzen Steine springen.

Nach ein paar Spielrunden kann man dann noch die Elementscheiben und Auftragskarten ins Spiel bringen, die dann noch mehr spielerische Tiefe ins Spiel bringen.

Wie gut ist das Familienspiel Zaubertrank der vier Elemente?

Die 80 Motivscheiben sind hübsch illustriert und zeigen Motive, wie man sie sich beim Zaubertrank-Brauen so vorstellt. Die Kraftsteine und Spielfiguren sind aus Holz und liegen gut in der Hand. Die beiliegenden Karten (Auftragskarten, Hypnose- und Infokarten) sehen allesamt toll aus und sind ansprechend gestaltet.

Das Spiel kann problemlos zu zweit, dritt oder viert gespielt werden, wobei es zu dritt und viert am meisten Spaß macht. Denn dann muss man sich beeilen, an die Zutaten zu kommen. Dabei entstehen auch mal größere Lücken im Spielfeld, die man auch zu seinem Vorteil nutzen kann (wenn man z. B. Steine abtrennt und diese dann auch einstreichen kann).

Ich muss gestehen, dass ich mit Harry Potter gar nichts anfangen kann, aber ansonsten dem Thema Zauberei in Buch, Funk und Film definitiv nicht abgewandt bin. So hat mich das Spiel um das Brauen von Zaubertränken aus vier verschiedenen Elementen doch recht schnell in seinen Bann gezogen. Das Spiel hat mich sehr positiv überrascht, hatte ich den Titel im Vorfeld gar nicht auf dem Schirm. Umso überraschter bin ich von dem einfachen Spielprinzip. Der Jäger und Sammler in einem wird schnell angesprochen. Das Spiel eignet sich gut als Familienspiel, da es ohne Probleme von Kindern ab acht Jahren verstanden und gespielt werden kann und auch Erwachsene Freude an der Sammelei haben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel