Schlaraffen Affen

Wer hat am Schluss die Kokosnuss?

eine Spielerezension von Florian Kirchhof - 05.08.2018
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Kinderspiel Schlaraffen Affen - Foto von Schmidt Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Auf der Jagd nach der Kokosnuss. Willkommen bei den Schlaraffen Affen von Amanda Birkinshaw und Jim Harrison. Hängen wir uns bei den anderen ran und fahren per „Affentaxi“ zum Sieg, oder wird der freche Kakadu uns hindern können, als erstes unsere Kokosnuss zu erhaschen? Das Kinderspiel aus dem Hause Schmidt Spiele besticht durch seine schöne Optik und durch sein hochwertiges Material. Im Handel ist es aktuell für ca. 13,98 Euro erhältlich. Doch macht es auch Spaß oder versteckt es sich hinter seinem Gewandt?

Wie wird Schlaraffen Affen gespielt?

In dem Spielkarton befinden sich zwölf Bäume, ein Startbaum, eine Zielpalme, vier Affen-Spielfiguren, vier Kokosnüsse, ein Kakadu, drei Würfel und vier Farbchips für die Kokosnüsse. Der Sinn des Spiels ist es, als erster die Palme in der Mitte zu erreichen und die Kokosnuss seiner Spielerfarbe zu finden. Aber wie? Wir beschließen einfach direkt eine Runde zu spielen, um es herauszufinden. Die Anleitung ist leicht und verständlich geschrieben, weswegen wir uns bereit fühlen.

So läut eine Runde Schlaraffen Affen ab

Unser erster Affe würfelt seine drei Würfel, diese zeigen Ananas, Mango und eine goldene Palme. Ganz schön viel Glück gehabt. Unser Startspieler darf zum ersten Baum springen, dort hängt nämlich eine Banane und eben eine Mango. Und am nächsten Baum hängt direkt eine Ananas, also direkt ein weiterer Sprung für unseren glücklichen Affen. Die goldene Palme zählt als Joker, außer man möchte am Ende auf die Palme springen, dort ist sie dann notwendig. Für die erste Runde ziemlich gut, drei Sprünge. Mehr ist nicht drin. Eher weniger, wie unser zweiter Spieler zeigt. Goldene Palme, Orange, Orange. Damit ist leider nur der Joker-Sprung möglich, die Bäume zeigen nämlich andere Früchte.

So würfeln wir Runde um Runde und schlängeln uns weiter durch den Urwald. Immer wenn wir den Kakadu würfeln, wandert dieser an eine vom Würfler beliebige Stelle, um dort das Feld zu blockieren. Ganz schön frech, aber auch sehr lustig, wenn man nicht betroffen ist. Noch lustiger finden wir es allerdings, auf die anderen Affen zu springen. Immer wenn wir eine Frucht würfeln, an der bereits ein Affe hängt, hängen wir uns an ihn ran. Sobald dieser an der Reihe ist und weiterspringen kann, muss er alle an ihm hängende Affen mitnehmen. Ganz schön praktisch, wie wir erfahren, gerade war man noch fast letzter, schon ist die Palme zum Greifen nah.

Mit Ausnahme vom Kakadu, haben wir bei jedem Würfel immer die Wahl, ob wir ihn nutzen möchten oder nicht. Dass heißt, wir können ein Affentaxi verlassen oder ein neues betreten, müssen aber nicht. Nach einigen weiteren Würfelrunden ist es soweit, unser erste Affe springt auf die Palme, schaut heimlich in eine Kokosnuss, schmult, und … Muss sie zurückhängen! Pech gehabt, falsche Farbe. Um zur nächsten Nuss zu springen, braucht er erneut die goldene Palme. Aber soweit kommt es nicht, unser nächster Affe würfelt, Ananas, Goldene Palme und Mango. Mango braucht er für den vorletzten Baum, mit der Palme geht’s in die Mitte und auch er darf eine Kokosnuss wählen. Mehr Glück gehabt, es ist die richtige Farbe, der Affe gewinnt und unsere wilde Jagd ist beendet.

Überzeugen die Schlaraffen Affen als Kinderspiel?

Uns hat die wilde Jagd durch den Dschungel Spaß bereitet. Der Dschungel ist wundervoll gestaltet und das Spielprinzip schnell begriffen. Das Spiel kommt sehr hochwertig daher und gerade bei Kinderspielen ist dies ein wirklich nicht zu verachtender Pluspunkt. Die Früchte an den Bäumen sind gut erkennbar, lediglich Orange und Mango sind sich ähnlich, unterscheiden sich dann aber wieder genug durch die Farben.

Der taktische Aspekt des Spiels, nicht immer alle Würfel nutzen zu müssen, findet erst nach einigen Spielrunden Zugang zu den Kindern. Oft denken sie, alle Würfel nehmen zu müssen und vergessen, dass sie wählen dürfen (Kakadu außen vor). Wenn die Kinder es erst einmal verstanden haben, bringt es jedoch eine interessante taktische Tiefe mit sich. Besonders die Affentaxis haben einen tollen Effekt, weil man nicht gegen und nicht miteinander spielt.

Die Anleitung gibt den Hinweis ebenfalls, aber trotzdem betone ich an der Stelle, dass die Bäume natürlich quatsch sind. Kein Baum hat Orange und Banane an sich hängen. Ebenfalls etwas verwirrend ist die Palme als Joker, wenn man dann doch nur zu einem Baum springt. Aber anders hätte man es auch nicht wirklich gestalten können.

Eine Frage ist uns im Spiel unbeantwortet geblieben und zwar, was passiert, wenn ein Affentaxi vom letzten Baum zur Palme springt. Wir haben uns geeinigt, dass der Passagier als zweites in eine Nuss gucken darf. Ansonsten hat das Spiel alles, was ein tolles Kinderspiel braucht, um Spaß zu machen. Besonders die Kurzlebigkeit gibt dem Spiel einen hohen Wiederspielwert und dadurch einen durchaus berechtigten Platz im Kinderspielregal.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
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