Gargon

Das Amulett der Macht

eine Spielerezension von Tanja Koch - 31.10.2005
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Gargon von Amigo Spiele

In uralten Zeiten haben Magier ihre Kämpfe ausgefochten, indem sie Drachen, Pegasi, Gargoyles und andere Fabelwesen gegeneinander kämpfen ließen, der Gewinner erhielt das Amulett der Macht. Wohlan denn, lasst es uns ihnen gleichtun!

Den neumodischen Magiern stehen bei Gargon von Amigo Spiele sechs verschiedene Fabelwesen zur Verfügung, um gegeneinander anzutreten. Es gilt bei diesem Kartenspiel, so viele Amulette wie möglich zu sammeln, nur so erlangt man das Amulett der Macht. Zu Beginn erhält jeder Magier zehn Fabelwesen (also Karten) auf die Hand, die restlichen Karten werden in zwei Stapel aufgeteilt, die verdeckt aber aufgefächert auf dem Tisch liegen.

So wird das Stichspiel Garagon gespielt

Der Clou ist, das bei Gargon jedem Fabelwesen eine Farbe zugeordnet ist, die auch auf der Rückseite der Karten zu sehen ist, also weiß man, welche Wesen den anderen Magiern zur Verfügung stehen und welche man von den Stapeln ziehen kann. Der Startmagier beginnt, indem er ein bis drei Fabelwesen in den Kampf schickt, die er mit der Rückseite nach oben auf den Tisch legt. Er darf aber weder drei verschiedene noch drei gleiche Wesen wählen (wohl aber dürfen zwei von der gleichen Art sein). Die nachfolgenden Magier können nun jeweils entweder ein bis drei Karten von den Stapeln ziehen oder den Kampf antreten, indem sie die gleiche Anzahl von Karten im gleichen Verhältnis vor sich ablegen, die Farben aber müssen nicht die gleichen sein. Nur der letzte Magier muss zusätzlich darauf achten, dass er keine neue Farbe einbringt. Man kann ihn also hinterhältig blockieren, was beim Spiel zu dritt sehr einfach möglich ist.

Der Kampf bei Gargon

Nun beginnt der eigentliche Kampf bei Gargon: Die Karten werden umgedreht. Es treten jeweils nur gleichfarbige Wesen gegeneinander an, hat ein Magier mehrere davon vor sich liegen, muss er das Stärkere nehmen. Das stärkste Wesen kommt in die Auslage seines Magiers, die anderen kommen auf den Ablagestapel, ihre Besitzer dürfen als Entschädigung eine neue Karte ziehen. Dies geht (mit wechselnden Startspielern) solange weiter, bis einer der beiden Nachziehstapel aufgebraucht ist. Jetzt erhält man für jedes Amulett (leider befinden diese sich genau auf den Karten der Wesen, die nur eine geringe Stärke besitzen) in der Auslage einen Punkt, zusätzlich gibt es Bonuspunkte, wenn man die meisten Wesen einer Art hat oder es geschafft hat, eine Karte mit dem Wert "0" zu bekommen. Diese verdoppelt die vorhandenen Amulette in der gleichen Farbe. Wer in der Summe die meisten Punkte hat, erringt das Amulett der Macht.

Wie gut ist das Kartenspiel Gargon?

Gargon ist ein recht unterhaltsames Stichspiel mit wunderschön gestalteten Karten, das zwar durch das Ziehen der Karten eine gewisse Glückskomponente aufweist, aber dennoch ein wenig Taktik zulässt. Freunden von Strategiespielen wird Gargon eher wenig Spaß machen, dafür ist der Glücksanteil zu groß. Wem dieser aber nichts ausmacht, der hat mit Gargon ein gutes, kurzweiliges Spiel, bei dem man auch mal gut bluffen kann. Einziges Manko: Man kann bei Kunstlicht die Farben Rot und Lila auf der Kartenrückseite nur schlecht auseinander halten.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2001
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Mehr zum Spiel

Kommentare

Es sind viele neue Regeln nötig um aus dem Grundspiel das gesamte Potenzial herauszuholen.

Die Regeln im Beiheft sind nicht für alle Situationen geeignet.

Dafür bietet die Anleitung bebilderte Beispiele und verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Interessant ist die epische Story, die Philosophie hinter den Karten mit der Null und die Charaktere.

Allerdings werten erst Fertigkeitenpunkte die Avatare auf,

indem den Fabelwesen eine Extrawertung zu ihren Skills zugeschrieben wird;

oder an Kartenfarben werden Eigenschaften und Elemente geknüpft.

Es ist auf jeden Fall günstiger als Sammelkartenspiele,

deren Decks für viel Geld erweitert werden können.

PS: Es lassen sich mit den Karten auch Varianten von Skat und anderen bekannten Kartenspielen in neuem Gewand spielen.

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