Heidelberger Spieleverlag kündigt Zusammenarbeit mit Pegasus Spiele

Überraschendes Ende einer Kooperation

ein spielerischer Artikel von Michael Weber - 27.06.2012
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Heute, am 27.06.2012, gab der Heidelberger Spieleverlag in einer Presseerklärung die Beendigung der Kooperation mit Pegasus Spiele bekannt. In der Begründung hieß es wörtlich, „dass ab sofort sämtliche Handelsbeziehungen zur Pegasus Spiele GmbH eingestellt werden. Dies betrifft den Großhandel sowie alle Vertriebskooperationen. Nötig wurde dieser Schritt, nachdem es in der Vergangenheit wiederholt zu Provokationen und Vertrauensbrüchen seitens Pegasus kam. Die Geschäftsleitung des Heidelberger Spieleverlags sieht aus diesem Grund keine Basis für gemeinsame Geschäfte mehr.“

Auf Nachfrage von Reich der Spiele zeigte man sich bei Pegasus Spiele überrascht vom Inhalt der Pressemeldung. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in Kürze dazu Stellung nehmen. Pressesprecher Michael Kränzle sagte vorab lediglich, dass man am 26.06. über die Beendigung des Geschäftsverhältnisses via Email informiert worden sei.

Beide Verlage hatten vereinfacht gesagt eine Vereinbarung, die Spiele des Geschäftspartners und seiner Lizenzpartner den Geschäftspartnern im Handel anzubieten. Das war für beide Seiten grundsätzlich vorteilhaft, da beide Vertriebe über eine sehr unterschiedliche Struktur und verschiedene Geschäftspartner sowie regionale Schwerpunkte verfügten. Diese Kooperation ist nun beendet. Über genaue Gründe kann derzeit nur spekuliert werden, Andeutungen fallen höchstens hinter vorgehaltener Hand. Das Vertrauen ist scheinbar grundlegend belastet.

Für den Handel bedeutet der Schritt des Heidelberger Spieleverlages, dass dessen Spiele und die der Lizenzpartner nicht mehr über Pegasus Spiele, sondern nur noch über Heidelberger selbst oder dessen Großhandelspartner geordert werden können. Für Spiele von Pegasus dürfte mit diesem Schritt gelten, dass diese nur noch über Pegasus Spiele und dessen Vertriebs- und Handelspartner bestellbar sind.
 

Quelle: 
eigene Recherche
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