Deutsche Gesellschaftsspiele im Ausland stark

Fachgruppe Spiel veröffentlicht Zehnjahresbilanz

ein Spiele-Artikel von Michael Weber - 15.10.2012
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Deutsche Gesellschaftsspiele kommen im Ausland gut an. Nach aktuellen Zahlen der Fachgruppe Spiel haben sich der Export und das Lizenzgeschäft mit ausländischen Partnern der deutschen Spielehersteller innerhalb von zehn Jahren zum Teil deutlich gesteigert. Genreübergreifend können die Verlage Zuwachsraten beim Auslandgeschäft verbuchen. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß ein Verlag ist.

Die Fachgruppe Spiel nennt beispielhaft einige Verlage. Kosmos hat innerhalb von zehn Jahren das Auslandsgeschäft etwa verdreifachen, Schmidt Spiele verdoppeln können. Ein wesentlicher Teil der Erstauflagen anspruchsvoller Gesellschaftsspiele gehe demnach direkt ins Ausland. Bei Hutter Trade/Huch and friends beträgt der Anteil an der Gesamtproduktion zum Beispiel rund 30 Prozent. Auch bei Kinderspielen wächst der Export deutlich. Haba verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von sieben Prozent. Aber auch Kleinverlage wie eggertspiele (Village) und Lookout Spiele (Agricola) profitieren vom Auslandsgeschäft. Nach Aussagen der Fachgruppe Spiel ist es insbesondere kleinen Verlagen durch die zunehmende internationale Vernetzung erst möglich, eine Produktion in aus Kostengründen ausreichend großer Auflage ihrer Gesellschaftsspiele zu starten.

Der Vorsitzende der Fachgruppe Spiel, Hermann Hutter, weist darauf hin, dass noch viel Potenzial im Auslandsgeschäft vorhanden sei: „Wir sehen gerade, dass unsere Spiele nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika und Asien eine stetig wachsende Fangemeinde finden.“ Das liegt nicht zuletzt an der weltweit wichtigen Bedeutung der Spielemesse in Essen, die am kommenden Donnerstag zum 30. Mal ihre Tore öffnet. Hier ist der Anteil von Spielern und Fachbesuchern aus der ganzen Welt Jahr für Jahr wachsend. Gleichzeitig steigen die Verkaufszahlen der deutschen Gesellschaftsspiele insbesondere in Nordamerika und Asien.

Die Fachgruppe, in der fast alle größeren Spielehersteller zusammengeschlossen sind, gibt auch für den Inlandsmarkt eine positive Prognose ab. Demnach werden die Umsatzahlen für Gesellschaftsspiele und Puzzles in 2012 wieder deutlich über 300 Millionen Euro liegen. Nach Meinung der Fachgruppe Spiel sei der Inlandsmarkt für Familien- und Kinderspiele einmal mehr eine „stabile Größe auf hohem Niveau.“
 

Quelle: 
Fachgruppe Spiel